Darauf kommt es bei einem Foto für die lokale Berichterstattung an

Darauf kommt es bei einem Foto für die lokale Berichterstattung an 

Meist werden Zeitungen morgens am Frühstückstisch, während der Bus- oder Bahnfahrt auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause gelesen.

Dabei wird die Zeitung üblicherweise zunächst durchgeblättert. Sofern die Aufmerksamkeit nicht nur einem bestimmten Teil gilt oder es um ein Thema geht, das den Leser direkt betrifft, beispielsweise weil er an der beschriebenen Veranstaltung selbst teilgenommen hat oder es um eine besonders brisante Frage geht, werden meist nur zwei bis maximal vier Artikel tatsächlich gelesen. Die anderen Beiträge werden oft lediglich kurz überflogen.

Auf welche Artikel die Auswahl dabei fällt, hängt im Wesentlichen vom Titel und dem Foto ab. Beides sind Faktoren, die dem Leser ins Auge fallen und darüber entscheiden, ob er sich näher mit dem Beitrag beschäftigt oder eben nicht.

Gerade wenn es um das Bild geht, stellt sich aber die Frage, worauf es bei einem Foto für die lokale Berichterstattung denn eigentlich ankommt:    

Die drei entscheidenden Kriterien für ein gelungenes Foto

Bei einem Foto für die lokale Berichterstattung kommt es auf drei Kriterien an, die letztlich darüber entscheiden, ob das Foto gelungen ist und den Leser dazu animiert, sich näher mit dem Beitrag zu beschäftigen. Das erste und wichtigste Kriterium ist die Aussage, die beiden anderen Kriterien sind die Gestaltung und die technische Umsetzung.

Ein Foto kann überaus kreativ gestaltet und technisch tadellos sein, wenn es keinen Informationsgehalt hat, wird es die Aufmerksamkeit des Lesers nicht wecken. Aber auch ein Foto, bei dem zwar die Aussage passt, das aber gestalterisch und technisch Mängel aufweist, wird nicht den gewünschten Erfolg bringen. Daher kommt es nicht nur darauf an, dass die drei genannten Kriterien erfüllt sind, sondern auch auf ein ausgewogenes und harmonisches Zusammenspiel der Kriterien.

Als grobe Faustregel gilt, dass die Aussage und der Informationsgehalt etwa 60 Prozent und die Gestaltung sowie die Technik jeweils rund 20 Prozent ausmachen. Je nach Thema kann sich die Gewichtung aber auch ein wenig verschieben. 

  

Der Informationsgehalt des Fotos

Welche Aussage aus dem Foto hervorgehen sollte, hängt natürlich davon ab, um welches Thema es geht. Wird ein neues Gebäude, ein Park, ein Spielplatz oder eine andere lokale Einrichtung eröffnet, muss diese auf dem Foto zu sehen sein. Wird über eine Veranstaltung berichtet, bietet sich ein Foto an, das Verkaufsstände, Besucher oder besondere Attraktionen zeigt.

Geht es um die alljährliche Hauptversammlung eines örtlichen Sportvereins, einer Interessengemeinschaft, einer Partei oder des Kirchenchors, sollte das Foto zumindest die Vorstandsmitglieder, geehrte und ausgezeichnete Mitglieder sowie hochrangige Gäste abbilden.

Das Foto muss aber nicht unbedingt vor Ort aufgenommen sein. Wird in der Zeitung beispielsweise über einen geplanten Windpark berichtet, kann die Beitragsüberschrift mit einem Foto von einem einzelnen Windkraftrad oder einem bereits fertig gestellten Windpark an anderer Stelle untermauert werden. Aber auch eine Landschaftsaufnahme, ein Tier- oder Pflanzenbild oder ein Foto von einem Graffiti mit entsprechender Botschaft kann sehr gut geeignet sein, um den Blick des Lesers auf den Beitrag zu lenken.   

Die Gestaltung und die Technik

Während sich bei Fotos, die Landschaften, Gebäude oder technische Einrichtungen zeigen, oft nicht allzu viel inszenieren lässt, wirken Fotos mit Personen oft ansprechender, wenn sie nicht komplett gestellt und steif wirken. Natürlich müssen sich die Personen aufstellen und in die Kamera schauen, aber trotzdem sollte das Foto nicht wie eine Pflichtübung aussehen, sondern den Anschein erwecken, die Beteiligten hätten zumindest ein wenig Spaß gehabt.

Dies lässt sich beispielsweise erreichen, indem der Fotograf seine Models in ein lockeres Gespräch verwickelt und die Fotos mehr oder weniger nebenbei mithilfe der Serienbildfunktion seiner Kamera aufnimmt. Dennoch ist die Anordnung für ein harmonisches Gesamtbild sehr wichtig, wobei der Aufbau grundsätzlich von der Personenzahl bestimmt wird.

Als Faustregel dabei gilt, dass maximal sechs Personen nebeneinander in einer Reihe stehen sollten. Ab sieben Personen ist eine Anordnung in zwei Reihen besser, denn andernfalls könnte das Foto zu breit werden und sich nur schwer in ein stimmiges Layout integrieren lassen. Bei einer Anordnung in zwei Reihen hat es sich in der Praxis bewährt, die Anzahl der Personen nach hinten hin geringer werden zu lassen.

Bei einem Foto mit neun Personen würden also fünf Personen in der ersten Reihe stehen und die vier weiteren Personen in der zweiten Reihe, jeweils zwischen den davor Stehenden. Unabhängig von der konkreten Anordnung ist aber immer wichtig, dass sich seitlich und über die Köpfe hinweg gedachte Linien ziehen lassen. Verläuft die Linie über den Köpfen in einem wilden Auf und Ab oder steht eine Person isoliert neben der Gruppe, wirkt das gesamte Foto unruhig und nicht stimmig.

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