Was sind eigentlich Massenmedien? 1. Teil

Was sind eigentlich Massenmedien? 1. Teil

Morgens am Frühstückstisch liegt schon die Zeitung bereit, auf dem Weg zur Arbeit läuft im Auto das Radio, tagsüber wird im Internet gesurft und abends klingt der Tag bei einem schönen Fernsehfilm aus. Bei allen diesen Aktivitäten kommen Massenmedien zum Einsatz. Doch was genau sind eigentlich Massenmedien? Wodurch kennzeichnen sie sich? Was gehört dazu? Wie sind sie entstanden und wie haben sie sich entwickelt? Welche Aufgaben haben sie?

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Was sind eigentlich Massenmedien 1. Teil

In einem ausführlichen Beitrag schauen wir uns die Massenmedien einmal genauer an!:

Was sind Massenmedien?

Bei Massenmedien handelt es sich um Kommunikationsmittel, die Informationen an ein großes Publikum und damit an die breite Masse weitergeben. Damit die Informationen verteilt und empfangen werden können, werden (technische) Hilfsmittel benötigt.

Das Wort Medium, das aus dem Lateinischen stammt und übersetzt soviel wie Mitte bedeutet, steht für die Vermittlung von Inhalten. Der Plural lautet Medien.

Eine gängige Definition von Massenmedien geht auf den deutschen Kommunikationswissenschaftler und Psychologen Gerhard Maletzke zurück.

Er sagte: „Unter Massenkommunikation verstehen wir jene Form der Kommunikation, bei der Aussagen öffentlich (also ohne begrenzte oder personell definierte Empfängerschaft) durch technische Verbreitungsmittel indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern) und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagenden und Aufnehmenden) an ein disperses Publikum vermittelt werden.“

Dispers bedeutet soviel wie zerstreut oder verteilt. Der Definition nach können durch Massenmedien also verschiedenste Inhalte gleichzeitig mit sehr vielen Leuten geteilt werden.

Die Presse, der Hörfunk und das Fernsehen als die gängigsten Massenmedien werden in erster Linie von Medienanstalten produziert. Die Empfänger der Inhalte bilden die breite Masse und bestehen aus zahlreichen Einzelpersonen, die räumlich und zeitlich voneinander getrennt sind.

Ein wichtiges Merkmal der traditionellen Massenmedien besteht darin, dass das Publikum die Inhalte nur empfangen kann. Mit dem Aufkommen der digitalen Medien hat sich dieses einseitige Sender-Empfänger-Prinzip aber verändert.

Durch das digitale Fernsehen und das Internet können Inhalte heutzutage sowohl empfangen als auch weitergeleitet und versendet werden.

Als digitale Medien, auch neue Medien genannt, werden elektronische Medien bezeichnet. Im Gegensatz zu den analogen Medien, zu denen zum Beispiel gedruckte Zeitungen und Zeitschriften gehören, sind die Inhalte bei elektronischen Medien digital codiert und auf maschinenlesbaren Datenträgern abgelegt.

Die Einteilung von Medien

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Medien als Kommunikationsmittel voneinander zu unterscheiden. Eine bekannte Form geht auf den deutschen Publizisten Harry Pross zurück.

Er nimmt eine Einteilung in drei Kategorien vor:

  • Primäre Medien benötigen weder für den Versand noch für den Empfang technische Hilfsmittel. Sie sind direkt an die Beteiligten geknüpft. Ein Beispiel dafür ist die Sprache.

  • Sekundäre Medien brauchen nur für die Produktion oder das Senden der Inhalte technische Hilfsmittel. Die Empfänger brauchen keine weitere Ausstattung, um die Medien zu konsumieren. In diese Kategorie gehören zum Beispiel Zeitungen, Zeitschriften und Bücher.

  • Tertiäre Medien setzen auf beiden Seiten technische Hilfsmittel voraus. Rundfunk und Fernsehen, das Internet und auch das Telefon zählen zu dieser Kategorie.

Der Unterschied zwischen Medien und Massenmedien

Auch ein simpler Notizzettel kann ein Medium sein. Denn er vermittelt dem Empfänger Informationen.

Allerdings kann die Notiz auf dem Zettel niemals die Reichweite erzielen, die ein Inhalt erreicht, der zum Beispiel über eine Zeitung oder den Rundfunk vermittelt wird.

Massenmedien sind deshalb immer auch Medien im Allgemeinen. Umgekehrt hingegen ist nicht jedes Medium automatisch ein Massenmedium.

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Welche Arten von Massenmedien gibt es?

Durch Massenmedien wird eine Massenkommunikation möglich. Diese funktioniert über verschiedene Arten, die sich in Printmedien, auditive und audiovisuelle Medien und das Internet einteilen lassen.

Printmedien

Zu den Printmedien gehören alle Medien, die auf Papier gedruckt sind. Aus diesem Grund wird auch von Druckmedien oder Druckerzeugnissen gesprochen. Dabei kann zwischen zwei Kategorien unterschieden werden, nämlich journalistischen Formaten und Printmedien für Marketingzwecke.

Zeitungen und Zeitschriften zählen zu den journalistischen Formaten. Während Zeitungen über das aktuelle Tagesgeschehen informieren, veröffentlichen Zeitschriften Beiträge aus den verschiedensten Themenbereichen.

Beispiele für Printmedien zu Marketingzwecken sind Flugblätter, Plakate, Broschüren und Kataloge. Hier steht weniger die reine Information, sondern vor allem die Werbung im Vordergrund.

Kundenzeitschriften wiederum sind ein Beispiel für eine Mischform. Als journalistisches Format vermitteln sie Informationen zu branchenspezifischen Themen.

Gleichzeitig dienen sie der Kundengewinnung, der Kundenbindung und der Verkaufsförderung. Aus diesem Grund enthalten sie mehr oder weniger offensichtlich auch Werbung.

Auditive und audiovisuelle Medien

Bei den auditiven Medien werden die Inhalte über das Gehör aufgenommen. Der Hörfunk zum Beispiel stellt eine bunte Mischung aus Nachrichten, Reportagen, Gesprächen und Musik bereit und hat sich durch die abwechslungsreichen Inhalte zu einem beliebten Massenmedium entwickelt.

Ein Vorteil vom Hörfunk besteht außerdem darin, dass er sehr schnell auf Geschehnisse reagieren kann und deshalb oft aktueller ist als Printmedien.

Audiovisuelle Medien, kurz AV-Medien, sprechen als Kommunikationsmittel das Gehör und die Augen an. Damit zählen alle Medien, die Inhalte mittels Bild und Ton vermitteln, zu dieser Kategorie.

Ein Vorteil von AV-Medien besteht darin, dass die bildliche und sprachliche Darstellung der Informationen interessanter wirken kann und deshalb die Aufmerksamkeit der Empfänger erhöht.

Das wiederum ist ein Grund dafür, warum im Schulunterricht gerne audiovisuelle Medien eingesetzt werden.

Internet

Als weltweites Netz von Computern greifen Milliarden von Menschen auf das Internet zu. Seit den 1990er-Jahren ist das Internet für die breite Masse zugänglich und stellt verschiedenste Online-Inhalte bereit.

Sie decken das gesamte Spektrum von aktuellen Nachrichten über allgemeine Informationen und spezielles Wissen bis hin zu reiner Unterhaltung bereit.

Das Internet hat sich rasant verbreitet und ist im Alltag längst selbstverständlich. Heutzutage können sich die meisten Menschen nicht mehr vorstellen, in der Arbeit, der Schule und der Freizeit auf das Internet zu verzichten.

Weil die meisten Inhalte kostenfrei zur Verfügung stehen, ist die Nutzung von digitalen Medien gestiegen, während bei den Printmedien ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.

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Hier schreiben Wolfgang Stocker, freier Journalist, Sabine Lankmann, - Inhaberin Medienagentur, Heiko Rieder, 44 Jahre - Journalist und Christian Gülcan - Inhaber Artdefects Media Verlag (2009 Presseausweis/ DJV) und Ferya Gülcan - Inhaberin Onlinemedien-Agentur. Wir möchten Wissenswertes über die Pressearbeit und Journalismus vermitteln, sowie einen Überblick über die Medienlandschaft in Deutschland geben.

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