Die 4 wichtigsten Kanäle bei der Multi-Channel-Kommunikation, 2. Teil

Die 4 wichtigsten Kanäle bei der Multi-Channel-Kommunikation, 2. Teil

Natürlich ist es sehr wichtig, dass Beiträge hochwertig, informativ und unterhaltsam sind. Sie sollten dem Leser einen Nutz- oder Mehrwert bieten und im besten Fall einzigartig sein. Doch neben dem Inhalt spielt genauso eine Rolle, wo die Beiträge veröffentlicht werden. Denn an einen Zeitungsartikel hat ein Leser andere Erwartungen als einen Online-Beitrag und einen Text in den sozialen Medien konsumiert er anders als Nachrichten und Meldungen im Radio.

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Die 4 wichtigsten Kanäle bei der Multi-Channel-Kommunikation, 2. Teil

Wenn es darum geht, Inhalte zu erstellen und zu veröffentlichen, wollen heutzutage weit mehr Faktoren beachtet werden als noch vor zwei, drei Jahrzehnten. In diesem Zusammenhang taucht häufig das Stichwort Multi-Channel-Kommunikation auf.

Was damit gemeint ist und welches die vier wichtigsten Kanäle bei der Multi-Channel-Kommunikation sind, erklären wir in einem zweiteiligen Beitrag.

Hier ist der 2. Teil!:

  1. Online

Inzwischen ist der überwiegende Großteil aller Haushalte in Deutschland online. Dabei ist der Computer längst kein Gegenstand mehr, der im Wohn-, Schlaf- oder Kinderzimmer steht und rein dem privaten Vergnügen dient.

Spätestens seit das Home-Office auf dem Vormarsch ist und sogar Schulunterricht im virtuellen Raum stattfindet, ist der Computer oder Laptop zu einem ganz normalen, fast schon selbstverständlichen Lern- und Arbeitsinstrument geworden.

Gleichzeitig wird nicht nur daheim gesurft. Mobile Endgeräte machen es möglich, auch unterwegs jederzeit Informationen abzurufen und Nachrichten zu lesen.

Für Journalisten bietet das Internet als Plattform für ihre Beiträge eine Reihe an Vorteilen:

  • Die Artikel sind für den Leser verfügbar, sobald sie hochgeladen wurden. Außerdem ist es möglich, einen Online-Artikel jederzeit zu verändern oder weitere Informationen zu ergänzen. Auch solche Anpassungen sind jederzeit möglich und sofort sichtbar.

  • Es muss nicht bei reinen Textbeiträgen bleiben. Neben Bildern können auch multimediale Inhalte wie zum Beispiel Videos eingebettet werden.

  • Ruft der Nutzer einen Beitrag auf, hat er zuvor in aller Regel eine entsprechende Suchanfrage gestartet. Damit bringt er bereits Interesse am Inhalt mit.

  • Anders als in den Printmedien ist der Platz auf einer Internetseite nicht begrenzt. Der Journalist muss also nicht darauf achten, dass sein Text eine gewisse Länge oder Zeichenzahl nicht überschreitet.

  • Durch Links kann der Journalist den Nutzer auf weitere, thematisch passende Inhalte verweisen.

  • Online kann sehr präzise gemessen werden, wie viele Nutzer einen Beitrag aufgerufen und wie lange sie sich damit befasst haben.

Die vermutlich größte Herausforderung im Internet besteht darin, eine gute Position in den Suchergebnissen zu erreichen. Denn die besten Beiträge nützen wenig, wenn Nutzer sie nicht finden. Beim Schreiben seiner Texte muss der Journalist deshalb immer auch die Suchmaschinenoptimierung im Hinterkopf haben. Er muss wissen und berücksichtigen, was Suchmaschinen von Inhalten erwarten.

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Hinzu kommt die notwendige Technik. Was im Printbereich die Druckkosten und die Logistik sind, sind im Onlinebereich das digitale Wissen, die technische Infrastruktur und die Betreuung der Webseiten.

  1. Social Media

Im Zusammenhang mit den sozialen Medien taucht oft der Begriff User Generated Content, kurz UGC, auf. Damit ist gemeint, dass die Nutzer kommunizieren und interagieren, indem sie Beiträge zum Beispiel kommentieren, bewerten, teilen oder auf ihren eigenen Seiten verlinken. Auf diese Weise erstellen sie selbst Inhalte, die an den eigentlichen Beitrag anknüpfen.

Verglichen mit den klassischen Kanälen für journalistische Beiträge, bieten die sozialen Medien folgende Vorteile:

  • Die Interaktion mit Beiträgen erhöht die Reichweite. Nutzer, die die Artikel teilen, bewerten oder kommentieren, machen etwas, was in der realen Welt mit Mundpropaganda vergleichbar ist. Dadurch können die Beiträge Leser erreichen, die der Journalist andernfalls vermutlich nicht erreicht hätte.

  • Social Media bietet viel Raum für Kreativität. Weil der Umgang mit Inhalten und Themen anders ist, kann der Journalist von den typischen journalistischen Darstellungsformen abweichen und seine Inhalte lockerer, moderner und lebendiger gestalten.

  • Der direkte Kontakt zum Nutzer sorgt für eine gewisse Nähe. Sie kann die Glaubwürdigkeit erhöhen.

Veröffentlicht der Journalist Beiträge in den sozialen Medien, tritt er in den Dialog mit den Nutzern. Das ist einerseits spannend und kann wichtige Erkenntnisse darüber liefern, was die Nutzer interessiert und was ihnen gefällt. Allerdings muss der Journalist auch mit teils harscher und ungerechtfertigter Kritik rechnen.

Ein anderer Aspekt ist, dass Social Media Aufwand verursacht. Denn die Spielwiese ist riesig und damit die Beiträge die gewünschte Reichweite haben, muss der Journalist eine entsprechend große Community aufbauen und systematisch betreuen.

Dennoch lässt sich nie genau vorhersagen, wie erfolgreich ein Beitrag in den sozialen Medien letztlich wird.

  1. Radio

Auch das Radio ist ein wichtiger Kanal, um Informationen zu vermitteln und Nachrichten bereitzustellen. Dabei ist das Radio nicht nur auf klassische Meldungen begrenzt, die den Hörer über wichtige Ereignisse auf dem Laufenden halten. Vielmehr können auch über diesen Kanal verschiedenste Themen besprochen werden.

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Beiträge im Radio gehen mit diesen Pluspunkten einher:

  • Im Radio wird das Publikum über den Hörsinn angesprochen. Damit kann der Journalist Zuhörer erreichen, die zum Beispiel keine Zeitung lesen.

  • Radiosender haben eine vergleichsweise hohe Reichweite.

  • Das Radio ist ein klassisches Massenmedium, das von Hörern aller Art und unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen und Bildungsgrad genutzt wird.

Allerdings sind Beiträge im Radio statisch. Ist ein Beitrag einmal aufgesprochen, kann er nicht mehr verändert, sondern die Aufnahme muss neu produziert werden. Und wenn der Beitrag gesendet wurde, lässt sich nichts mehr korrigieren.

Außerdem eignet sich das Radio letztlich nur für kurze, auf den Punkt gebrachte Meldungen. Komplexe Themen, bei denen der Journalist weit ausholen und viel erklären muss, lassen sich im Radio kaum vermitteln. Es sei denn, es gibt eine Sondersendung, bei der das Thema in kleine Häppchen aufgeteilt wird.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Hier schreiben Wolfgang Stocker, freier Journalist, Sabine Lankmann, - Inhaberin Medienagentur, Heiko Rieder, 44 Jahre - Journalist und Christian Gülcan - Inhaber Artdefects Media Verlag (2009 Presseausweis/ DJV) und Ferya Gülcan - Inhaberin Onlinemedien-Agentur. Wir möchten Wissenswertes über die Pressearbeit und Journalismus vermitteln, sowie einen Überblick über die Medienlandschaft in Deutschland geben.

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