Infos und Tipps zu Slow-Media-Content, 1. Teil

Infos und Tipps zu Slow-Media-Content, 1. Teil

Wo es einen Trend gibt, gibt es in den meisten Fällen auch einen Gegentrend dazu. Bei den Medien und der Kommunikation ist das nicht anders. Im digitalen Zeitalter prasseln ständig und immer schneller mehr Informationen auf Verbraucher ein. Die vielen verschiedenen Kanäle, die dabei zum Einsatz kommen, machen es nahezu unmöglich, der Informationsflut zu entkommen.

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Infos und Tipps zu Slow-Media-Content, 1. Teil

Damit steigt das Bedürfnis nach Entschleunigung, Klarheit und Tiefgang. Und im Zusammenhang mit Medien lautet das Stichwort an dieser Stelle Slow-Media-Content. Doch was genau hat es damit auf sich?

Wir haben in einem zweiteiligen Beitrag die wichtigsten Infos und Tipps zu Slow-Media-Content zusammengestellt. Dabei starten wir im 1. Teil mit grundlegenden Informationen:

Was ist mit Slow-Media-Content gemeint?

Würden im realen Leben alle Menschen pausenlos und wild durcheinander ihre Informationen und Überlegungen kommunizieren, gäbe es ein lautes Chaos, in dem keiner mehr durchblickt und den anderen versteht.

Beim Konsum von Medien haben Verbraucher zwar die Wahl, welche Kanäle sie nutzen. Trotzdem wird die Informationsflut immer größer und es wird zunehmend schwieriger, die Informationen herauszufiltern, die für einen selbst wirklich relevant sind.

Vor diesem Hintergrund entstand der Begriff der Slow Media, der durch ein gleichnamiges Manifest schon im Jahr 2010 erste Bekanntheit erlangte. Das Manifest basiert auf der Überlegung, dass die umfangreichen technologischen Entwicklungen in der Medienlandschaft zu Beginn des Jahrtausends angemessene Wege erfordern, die Verbrauchern den Umgang mit der veränderten Medienwelt erleichtern.

Schließlich kann der Überblick schnell verloren gehen, wenn eben nicht nur Tageszeitungen und Nachrichtensendungen zur Verfügung stehen, sondern Meldungen auch über Internetseiten und soziale Netzwerke verbreitet werden können.

Das Slow-Media-Manifest beschreibt die Grundlagen für einen nachhaltigen Medienkonsum. Ähnlich wie bei anderen Bewegungen, die wie zum Beispiel der Slow Food- oder Slow Travel-Ansatz auf Langsamkeit setzen, bezieht sich die Langsamkeit aber nicht auf die Geschwindigkeit.

Stattdessen geht es um einen bewussten Umgang mit Medien und gleichzeitig um hochwertige Inhalte.

Was zeichnet Slow-Media-Content aus?

Aus dem Manifest ergeben sich im Wesentlichen vier redaktionelle Anforderungen, die Slow-Media-Content erfüllen sollte:

  • Qualität: Slow Media steht für hochwertige, interessante und ansprechende Inhalte, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten.
  • Aufmerksamkeit: Slow-Media-Content stellt keine Informationshäppchen bereit, die schnell und nebenbei konsumiert werden. Stattdessen sollten die Inhalte vom Leser bewusst, gezielt und mit voller Aufmerksamkeit genutzt werden.
  • Nachhaltigkeit: Slow Media Inhalte sind zeitlos. Sie bleiben relevant und sind zudem so gut gemacht, dass Verbraucher gerne mehrmals darauf zurückgreifen.
  • Handwerk: Hinter Slow-Media-Content stehen echte Menschen, die ihr Handwerk verstehen und wissen, worauf es bei hochwertigen, glaubwürdigen und interessanten Inhalten ankommt. Die Beiträge werden also nicht von Computern generiert, sondern individuell erstellt.

Was spricht für Slow-Media-Content?

Diverse Untersuchungen und Studien belegen, dass ein entschleunigter und bewussterer Medienkonsum dem Bedürfnis vieler Nutzer entspricht. So ist zum Beispiel bekannt, dass es fast alle Verbraucher sehr wichtig finden, ihren Fokus ganz auf das zu legen, was sie in dem Moment machen.

Außerdem möchte die Mehrheit der Nutzer in andere Welten eintauchen, wenn sie lesen, Filme und Serien schauen oder im Internet surfen. Und bei einem Kauf ist für die meisten Konsumenten die Qualität des Produkts das ausschlaggebende Kriterium.

Übertragen auf Medien, lässt sich aus solchen Erkenntnissen ableiten, dass sich Nutzer lieber bewusst und aufmerksam mit einem Medium befassen wollen als mit mehreren Kanälen gleichzeitig. Qualitativ hochwertige Inhalte mit Tiefgang und Mehrwert finden damit weit mehr Zuspruch als schnelle und belanglose Informationsbrocken nebenher.

Die Forschung weiß außerdem, dass das viel beschworene Multitasking in der Praxis selten funktioniert, nicht effizient ist und schlimmstenfalls sogar stressbedingte Erkrankungen hervorrufen kann.

Multitasking beim Medienkonsum, also die gleichzeitige Nutzung mehrerer Kanäle, ist folglich kein guter Weg.

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Nicht zuletzt bestätigen Erhebungen, dass auch im bunten und schnelllebigen Internet Kurzinformationen weniger gefragt sind. Stattdessen schätzen Nutzer Beiträge, die mit Sorgfalt erstellt wurden, das Thema ausführlich behandeln und mit inhaltlicher Qualität überzeugen.

Der Trend zu Slow-Media-Content wird die vorherrschende Kultur mit schnellen Medien über zahlreiche Kanäle sicher nicht ersetzen. Doch als Gegenbewegung wird Slow Media immer wichtiger.

Denn heutige Verbraucher möchten aus verschiedenen Formaten die Inhalte nutzen, die zum aktuellen Interesse in der jeweiligen Situation passen. Schnelle, kurze Informationen zwischendurch zählen genauso dazu wie lange Beiträge mit hohem Informationsgehalt.

Dabei bietet gerade Slow-Media-Inhalt die Möglichkeit, hochwertiges und nützliches Wissen zu vermitteln und relevante Aussagen zu kommunizieren.

Gleichzeitig bietet Slow-Media-Content das Potenzial, sich mit den eigenen Beiträgen aus der großen Masse abzuheben und die Leser so tatsächlich zu erreichen. Und damit das gelingt, geben wir im 2. Teil praktische Tipps für gelungenen Slow-Media-Content.

Mehr Ratgeber, Tipps und Anleitungen:

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Hier schreiben Wolfgang Stocker, freier Journalist, Sabine Lankmann, - Inhaberin Medienagentur, Heiko Rieder, 44 Jahre - Journalist und Christian Gülcan - Inhaber Artdefects Media Verlag (2009 Presseausweis/ DJV) und Ferya Gülcan - Inhaberin Onlinemedien-Agentur. Wir möchten Wissenswertes über die Pressearbeit und Journalismus vermitteln, sowie einen Überblick über die Medienlandschaft in Deutschland geben.

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