Gute Einleitung für PR-Artikel – Infos & Tipps

Gute Einleitung für PR-Artikel – Infos & Tipps

Wer erreichen möchte, dass die Printmedien seinen PR-Artikel freiwillig abdrucken, braucht nicht nur eine starke Überschrift, ansprechendes Bildmaterial und natürlich interessante Inhalte. Ein ganz entscheidender Faktor ist auch die Einleitung. Nur wenn der Einstieg überzeugt, stehen die Chancen gut, dass ein PR-Artikel gedruckt und gelesen wird. Selbst erfahrene Journalisten, Texter und Autoren tun sich mit der Einleitung für einen Artikel oft schwer.

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Gute Einleitung für PR-Artikel - Infos & Tipps

Das mag daran liegen, dass die Einleitung als eher lästige Pflichtübung gilt, die eben dazugehört. Mitunter fehlt aber auch schlicht das Bewusstsein dafür, wie wichtig die Einleitung in Wahrheit ist.

Damit es künftig besser klappt, haben wir in diesem Beitrag Infos und Tipps rund um eine gute Einleitung für PR-Artikel zusammengestellt!:

Warum braucht ein PR-Artikel eine gute Einleitung?

Um die Bedeutung der Einleitung für einen Zeitungsartikel zu erkennen, hilft es, sich vor Augen zu führen, wie Leser Printmedien konsumieren. Das Leseverhalten, wenn Zeitungen oder Zeitschriften durchgeblättert werden, durchläuft meist drei Phasen:

  1. Der erste Blick richtet sich auf das Bild und die Überschrift. Innerhalb weniger Sekunden fällt dann die bewusste oder unbewusste Entscheidung, ob der Artikel mehr Aufmerksamkeit verdient.

  2. Ist ein erstes Interesse geweckt, geht es mit der Einleitung weiter. Auch das Lesen der Einleitung nimmt nur ein paar Sekunden in Anspruch.

  3. Konnte die Einleitung das Interesse aufrechterhalten und steigern, wird der ganze Artikel gelesen. Andernfalls wandert der Blick weiter zur nächsten Überschrift.

Nicht nur Leser, sondern auch Redakteure in Verlagen agieren nach diesem Schema. Letztlich sind es also drei wesentliche Elemente, die darüber entscheiden, ob ein Zeitungsartikel gelesen wird und es in die gedruckte Ausgabe schafft. Diese drei Elemente sind die Überschrift, das Bild und eben die Einleitung.

Wie ist die Einleitung für einen PR-Artikel aufgebaut?

Der Einstieg in einen PR-Artikel gehört zwar zum Artikel dazu, ist aber trotzdem ein in sich geschlossener, eigenständiger Abschnitt. Aus formaler Sicht baut sich die Einleitung aus drei Bestandteilen auf:

  1. Der eigentliche Einstieg

Bereits der erste Satz sollte den Leser ansprechen, begeistern und fesseln. Im Idealfall entsteht eine Sogwirkung, die gar keine andere Wahl lässt, als den Artikel zu lesen. Dabei gibt es verschiedene Varianten, wie der Einstieg gestaltet werden kann. Gängige Methoden sind unter anderem diese:

  • Direkte Ansprache des Lesers: „Bestimmt haben Sie das auch schon erlebt. Sie wollen eigentlich nur schnell etwas einkaufen, doch dann …“

  • Überraschende Fakten oder außergewöhnliche Daten: „Er beschleunigt in weniger als zwei Sekunden von Null auf 100, benötigt keinen Sprit und erfordert keinen Führerschein. Die Rede ist von …“

  • Emotionale Story: „Peter Müller ist tief bewegt. Soeben hat der dreifache Familienvater eine Nachricht erhalten, durch die sein ganzes Leben auf einmal Kopf steht: …“ Diese Form des Einstiegs eignet sich aber nur für längere Artikel. Denn selbst eine kurze Geschichte braucht mehrere Sätze, damit sie ihre Wirkung entfalten kann.

  • Humor: „Was haben Hühner, Vulkane und Politiker gemeinsam? …“ Voraussetzung für diese Variante des Einstiegs ist eine neue und klar verständliche Pointe. Andernfalls ist der Einstieg nicht witzig, sondern nur verwirrend.

  1. Die Darstellung des Themas

Nach dem Einstieg geht es darum, dem Leser zu vermitteln, welches Thema der Artikel behandelt, welche Frage er beantwortet oder mit welchem Problem er sich befasst.

Allerdings sollte der Verfasser an dieser Stelle nicht nur reine Informationen liefern. Vielmehr sollte er verdeutlichen, warum gerade dieses Thema Relevanz hat und den Leser betrifft.

Das Ziel ist also, dem Leser klarzumachen, worüber er lesen wird und warum er diese Inhalte unbedingt lesen sollte. Auch der berühmte Küchenzuruf ist hier richtig aufgehoben.

  1. Die Andeutung der Antwort

Nachdem der Verfasser das Thema grob umrissen und auf die Fragestellung hingewiesen hat, sollte er im letzten Teil der Einleitung andeuten, dass er auch eine Antwort oder Lösung parat hat. Wichtig ist aber, es tatsächlich bei einer Andeutung zu belassen. Schließlich soll der Leser ja weiterlesen.

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Generell spricht nichts dagegen, den Leser zu locken und mit einer leichten Note aus dem Boulevardjournalismus zu spielen.

Wichtig ist aber, dass der Verfasser seine Versprechen auch einhält. Was er vollmundig in der Einleitung ankündigt, muss er dem Leser präsentieren. Denn der Leser wird enttäuscht und verärgert sein, wenn die angepriesene Antwort oder Lösung ausbleibt.

Was ist der Einleitungs-Dreisatz?

Anders als auf Webseiten ist der Platz in den Printmedien begrenzt. Ein PR-Artikel muss auf den Punkt kommen, weil er sonst für eine Zeitung schlichtweg zu lang wird. Doch das bedeutet auch, dass die Einleitung kompakt ausfallen muss. Aus diesem Grund wird oft der Einleitungs-Dreisatz eingesetzt.

Wie die Bezeichnung schon andeutet, besteht die Einleitung in diesem Fall tatsächlich nur aus drei Sätzen:

  1. Einstieg: Der Einstiegssatz greift einen spannenden Aspekt des Themas heraus. Weil er den Leser aufhorchen lassen sollte, darf er ruhig mit emotional aufgeladenen Wörtern spielen. Banale Floskeln oder leere Worthülsen sind hier aber fehl am Platze.

  2. Erläuterung: Der zweite Satz erklärt den Einstiegssatz näher. Er vermittelt dem Leser, worum es inhaltlich im Artikel geht.

  3. Überleitung: Der dritte und letzte Satz weist auf die Problemlösung hin und verknüpft dadurch die Einleitung mit dem eigentlichen Artikel.

Praktisch umgesetzt, klingt eine Einleitung im Dreisatz zum Beispiel so: „In deutschen Haushalten schlummern wahre Schätze.

Experten gehen davon aus, dass mehr als zwei Jahrzehnte nach der Euro-Einführung hier noch über 12 Milliarden D-Mark lagern. Wir zeigen Möglichkeiten, wie Sie Ihre alten Bargeldbestände lukrativ nutzen können.“

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