Magazinbericht Tipps und Regeln

Die wichtigsten Tipps und Regeln für einen Magazinbericht 

Journalisten, die für eine Tageszeitung schreiben, haben es eigentlich recht einfach. Landet eine Nachricht auf ihrem Schreibtisch, erklären sie in kurzen und knappen Worten, wer was wann weshalb getan hat.

Ihre Erklärung ergänzen sie dann mit der Angabe der Begleitumstände und eventuell einigen Hintergrundinformationen, fügen die Quelle hinzu, aus der ihre Informationen stammen, und schon ist eine Meldung fertig. Um die Meldung zu einem Zeitungsbericht auszuweiten, gehen sie etwas ausführlicher auf die Umstände, Hintergründe und Zusammenhänge ein und formulieren eine kurze Prognose.

Journalisten hingegen, die für Nachrichtenmagazine, Zeitschriften oder auch das Internet schreiben und einen Zeitschriften- oder Magazinbericht verfassen sollen, haben es da schon etwas schwerer. Dies liegt daran, dass die potenziellen Leser die eigentliche Nachricht bereits kennen und wissen, was passiert ist. Auch ein Magazinbericht kann sich mit einem hochaktuellen Thema beschäftigen, aber wenn er in einem Magazin, einer Zeitschrift oder dem Internet erscheint, ist die Meldung in aller Regel bereits durch die Tagespresse gegangen und im Fernsehen sowie im Radio veröffentlicht worden.

An einen Magazinbericht werden daher etwas andere Anforderungen gestellt als an eine Meldung oder einen Zeitungsartikel. So sollte ein Magazinbericht grundsätzlich so geschrieben sein, dass er auch nach längerer Zeit noch für Leser interessant ist, die sich gerade mit dem jeweiligen Thema beschäftigen. Insofern sollte ein Magazinbericht persönliche Interessen ansprechen, wissenswerte Angaben und Hintergründe beinhalten und so verfasst sein, dass die Thematik auch ohne einen aktuellen Bezug nachvollziehbar ist. Ein guter sprachlicher Stil versteht sich dabei von selbst.

Was das nun aber konkret für das Schreiben bedeutet, erklärt die folgende Übersicht mit den wichtigsten Tipps und Regeln für einen Magazinbericht:

Der Titel und der Vorspann von einem Magazinbericht

Wie der Titel formuliert wird, hängt zunächst davon ab, wo der Magazinbericht erscheint. In einer Zeitschrift oder einem Magazin darf der Titel durchaus etwas kreativer ausfallen, um so das Interesse der Leser zu wecken. Im Verlauf des Textes kann die gewählte Überschrift dann aufgeklärt werden. Erscheint der Magazinbericht im Internet, ist in erster Linie wichtig, dass der Titel suchmaschinentauglich ist.

Der beste Magazinbericht mit einem noch so gelungenen und phantasievollen Titel bringt letztlich nicht viel, wenn er von Suchmaschinen nicht gefunden wird. Der Vorspann, der im Zusammenhang mit Online-Journalismus auch Teaser genannt wird, soll den Leser dazu bringen, den Text zu lesen. Der Vorspann ist somit eine Art Appetithäppchen oder Köder, der den Leser darüber informiert, worum es geht und ihn gleichzeitig neugierig macht.

Anders als bei einem Zeitungsartikel steht hier aber nicht die Hauptnachricht in kurzer, kompakter Form, sondern vielmehr die Grundidee des Berichts. Im Vorspann geht es weniger darum, den Leser mit den wichtigsten Informationen zu versorgen, sondern vielmehr darum, sein Interesse zu wecken. 

Die Einleitung eines Magazinberichts

Als Einleitung für einen Magazinbericht wird üblicherweise eine Szene geschildert. Diese Szene sollte in sich abgeschlossen sein, aber trotzdem sollte der Autor später im Verlauf des Berichts gelegentlich wieder auf die Szene zurückkommen.

Damit übernimmt die eingangs geschilderte Szene die Funktion eines roten Fadens und führt den Leser durch den Bericht. Nach der Schilderung der Szene folgt eine möglichst kurze und knappe Zusammenfassung des Inhalts des Berichts, die auch erste Andeutungen auf die im Vorspann genannte Grundidee enthalten sollte.  

Der Hauptteil von einem Magazinbericht

Der Hauptteil eines Magazinberichts geht in aller Regel einige Schritte zurück und beginnt mit dem Auslöser des Geschehens. Der Journalist kehrt also an den Anfangspunkt seiner Geschichte zurück, um die Geschichte anschließend streng chronologisch zu erzählen.

Im Verlauf des Berichts informiert der Autor seine Leser damit über die Ereignisse, die beteiligten Personen und die Hintergründe. Gleichzeitig erklärt er seine Grundidee und belegt von ihm aufgestellte Thesen, wobei er immer wieder auch die zu Beginn geschilderte Szene aufgreift.  

Der Schlussteil eines Magazinberichts

Der Schlussteil eines Magazinberichts sollte immer einen kleines Bonus für den Leser bereithalten. Bei diesem Bonus kann es sich beispielsweise um ein Zitat, eine erneute Rückkehr zum Ausgangspunkt der Geschichte oder auch um einen Blick in die Zukunft handeln.

Möglich ist aber auch, dass sich der Autor mit einer weiteren Szene verabschiedet, die neu ist oder die an die Eingangszene erinnert, diese aber mit feinen Abänderungen oder aus einer anderen Perspektive schildert.

Insgesamt sollte der Ausstieg so gestaltet sein, dass der Leser das Gefühl hat, eine in sich geschlossene Geschichte mit interessanten Informationen und Aussagen gelesen zu haben, die es wert war, gelesen zu werden und die er jederzeit noch einmal lesen würde.

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