6 Gründe für Printmedien

6 Gründe für Printmedien

Die klassischen Printmedien werden schon seit einiger Zeit etwas belächelt. Verglichen mit digitalen Medien, werden sie als altmodisch und überholt bezeichnet. Mitunter ist auch zu hören, dass die Tage der Printmedien gezählt sind. Doch in Wahrheit sind Printmedien alles andere als Überbleibsel aus früheren Zeiten. Gerade wenn es darum geht, viele Verbraucher zu erreichen, sind die altbewährten Printmedien nach wie vor äußerst effektive Plattformen.

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6 Gründe für Printmedien

Warum das so ist? Hier sind sechs Gründe, die für Printmedien sprechen!:

  1. Große Reichweite

Die durchschnittlichen Auflagen der Tageszeitungen bewegen sich nach wie vor im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Zum Teil noch ein ganz Stück höher sind die Auflagen, mit denen lokale Anzeigenblätter aufwarten können.

An solche Leserzahlen kommen selbst die großen, namhaften Online-Portale oft nicht einmal ansatzweise heran. Beiträge, die in Printmedien erscheinen, haben deshalb deutlich bessere Chancen, viele Verbraucher zu erreichen.

  1. Leseverhalten

Umfragen und Studien belegen immer wieder, dass Leser den Beiträgen in Printmedien große Aufmerksamkeit schenken. Dabei werden nicht nur die einzelnen Beiträge von Anfang bis Ende gelesen. Stattdessen lesen die Leser die gesamte Zeitung oder blättern sie zumindest komplett von vorne bis hinten durch.

Dieses aufmerksame Leseverhalten legen Nutzer von Internetseiten so gut wie nie an den Tag. Selbst eine optimierte Struktur für die Darstellung online kann oft nicht verhindern, dass Nutzer einen Online-Beitrag eher überfliegen, als ihn wirklich intensiv zu lesen.

Natürlich könnte an dieser Stelle ein Gegenargument sein, dass das Internet ja gerade darauf ausgelegt ist, Informationen schnell und zeitnah zu vermitteln. Es geht darum, möglichst immer und überall in Echtzeit auf dem Laufenden zu sein. Dazu passt nicht, Inhalte langsam und intensiv zu konsumieren.

Doch eine Zeitung lebt nicht nur von lauten Schlagzeilen. Ein Journalist möchte, dass  die Botschaft seines Beitrags bei den Lesern ankommt. Und das gelingt mit langsam und aufmerksam genutzten Medien eben deutlich einfacher und besser als über schnelllebige Kanäle.

  1. Glaubwürdigkeit

Verglichen mit anderen Medien, genießen Printmedien eine hohe Glaubwürdigkeit. Ein unabhängiger und kompetenter Journalismus, der Inhalte sorgfältig recherchiert und bei dem Texte vor einer Veröffentlichung mehrere prüfende Stellen durchlaufen, wird den traditionellen Printmedien weit öfter zugesprochen als Online-Medien.

Kurzfristige Meldungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen, spontane Äußerungen zum aktuellen Geschehen und die sogenannten Fake News dürften diesen Effekt noch verstärken.

Die Medienlandschaft online gilt nach wie vor als eine Fläche, auf der sich jeder jederzeit zu Wort melden kann. Beiträge in Printmedien hingegen werden eher gestandenen Journalisten zugesprochen, die ihr Handwerk beherrschen und wissen, was sie tun.

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  1. Gefühl

Am Frühstückstisch, in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder in der Pause hinter den großen Seiten einer Zeitung abzutauchen, den typischen Geruch des bedruckten Papiers wahrzunehmen und raschelnd hin- und herzublättern, ist ein Gefühl, das für viele das Lesen einer Zeitung ausmacht.

Selbst wenn die Inhalte absolut identisch sind, fehlt diese emotionale Komponente beim Blick aufs Smartphone oder den Computerbildschirm.

Ein anderer Aspekt ist, dass viele Online-Portale dazu übergegangen sind, Artikel kostenpflichtig zu hinterlegen. Möchte ein Nutzer einen Text lesen, muss er sich diesen einen Beitrag freischalten oder kann gleich ein Abo abschließen.

Ein weiteres Konzept ist, dass der Nutzer entweder bezahlt oder sehr viel Werbung sieht. Doch so mancher Nutzer kauft sich dann lieber eine richtige Zeitung, bevor er für einen Online-Beitrag Geld bezahlt.

  1. Kein unnötiger Schnickschnack

Was die mediale Vielfalt angeht, können Printmedien mit dem Internet nicht mithalten. Auf gedruckten Zeitungsseiten aus Papier sind Videos, Apps, Links oder Podcasts nicht möglich. Stattdessen bleibt es beim Text und eventuell dem einen oder anderen Bild.

Doch genau das entspricht der Erwartungshaltung. Leser von Printmedien erwarten keine technischen Spielereien und keine bunt blinkenden Zusätze, die am Ende nur ablenken. Sie wollen ordentlich recherchierte und gut geschriebene Texte, die informieren und auf den Punkt kommen.

Für den Journalisten ist das ein Vorteil, weil er sich auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren kann. Er weiß, was die Leser verlangen. Gleichzeitig muss er sich nicht ständig Neues einfallen lassen, um sein Publikum bei Laune zu halten. Es genügt, wenn er bei dem bleibt, was die Printmedien ausmacht.

  1. Neue Zielgruppen

Heutzutage ist es für nahezu jedes Unternehmen fast schon Pflicht, im Internet präsent zu sein. Selbst kleinste Traditionsfirmen betreiben eigene Internetseiten und sind in den sozialen Netzwerken aktiv. Doch seit einiger Zeit ist ein gegenläufiger Trend zu beobachten. So greifen Unternehmen, die zunächst rein online-basiert waren, vermehrt auf Printmedien zurück.

Der Grund hierfür ist, dass es immer schwerer wird, Zielgruppen über die digitalen Medien zu erreichen. Denn zum einen ist die Konkurrenz riesig. Und zum anderen ist das Publikum irgendwann satt.

Damit die Unternehmen ihre Position behaupten und wachsen können, brauchen sie neue Zielgruppen. Diese lassen sich unter denjenigen finden, die nicht ständig online sind und nur selten auf die Idee kommen, Begriffe und Inhalte zu googeln, sondern sich über die gute alte Zeitung informieren.

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Hier schreiben Wolfgang Stocker, Jahrgang 69, freier Journalist, Sabine Lankmann, 37 Jahre, Inhaberin Medienagentur, Heiko Rieder, 44 Jahre, Journalist und Christian Gülcan, 44 Jahre, Webseiten-Betreiber und Redakteur. Wir möchten Wissenswertes vermitteln über die Pressearbeit und Journalismus, sowie einen Überblick über die Medienlandschaft in Deutschland geben.

Ein Gedanke zu „6 Gründe für Printmedien“

  1. Gerade weil die Kosten der Printmedien die der digitalen bei weitem übersteigen, halte ich es für empfehlenswert sich bei Wichtigem (was auch immer für einen nun dazuzählt) in erster Linie möglichst auf Printmedien zu verlassen.
    Ich verwende beispielsweise vor allem bei wissenschaftlichen Themen immer Printvarianten zum entsprechenden Thema. Der Geruch ist selbstverständlich auch angenehm…

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