6 Fragen zum Verbraucherjournalismus

6 Fragen zum Verbraucherjournalismus

Der Verbraucherjournalismus macht es sich zur Aufgabe, Alltagsfragen zu beantworten. Er möchte Lösungen aufzeigen und Lesern die Informationen an die Hand geben, die sie brauchen, um gute Entscheidungen zu treffen und die richtigen Produkte auszuwählen.

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6 Fragen zum Verbraucherjournalismus

Aber was macht guten Verbraucherjournalismus aus? Welche Eigenschaften sollte ein Journalist mitbringen? Und wie stehen die Chancen, in diesem Ressort Fuß zu fassen?

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Wir beantworten sechs Fragen zum Verbraucherjournalismus!:

  1. Frage: Worum geht es beim Verbraucherjournalismus?

Der Verbraucherjournalismus zielt auf einen praktischen Nutzen ab. Er möchte Informationen bereitstellen, die den Lesern helfen, alltägliche Probleme zu lösen, Angebote und Produkte zu verstehen und die richtige Auswahl zu treffen. Letztlich geht es darum, dass der Verbraucher über das gleiche Wissen verfügen soll, wie die Hersteller und Anbieter.

Denn ein Verbraucher, der zum Beispiel eine Ware kaufen oder eine Versicherung abschließen will, beschäftigt sich sonst eher selten mit solchen Produkten. Für ein Unternehmen hingegen gehören diese Produkte zum Tagesgeschäft. Zudem achtet der Verbraucher auf andere Aspekte.

So zählen für ihn die Funktionen, die Leistungen und der Preis. Das Kleingedruckte hingegen beachtet er oft nicht. Der Verbraucherjournalismus möchte informieren, aufklären und auf Besonderheiten, aber auch auf Fallstricke hinweisen. Er möchte dazu beitragen, dass Angebote vergleichbar werden.

Gleichzeitig versteht er sich als eine Art Wegweiser, der dem Leser mit hilfreichen Informationen und Ratschlägen durch den Alltag hilft.

  1. Frage: Was macht guten Verbraucherjournalismus aus?

Wie letztlich immer im Journalismus bemisst sich auch im Verbraucherjournalismus die Qualität nach dem Nutz- und Mehrwert, den die Beiträge dem Leser bieten. Für den Verbraucherjournalisten bedeutet das zum einen, dass er sich in die Lage des Lesers hineinversetzen sollte.

Welche Themen interessieren den Leser? Welche Fragen beschäftigen ihn? Was sind die entscheidenden Punkte, die der Leser zum jeweiligen Thema oder Produkt wissen muss? Und, ganz wichtig: Kann der Leser die Inhalte nachvollziehen und für sich nutzen? Gerade bei komplexen Themen ist es natürlich möglich, mit vielen Fachbegriffen zu hantieren und tief in die Details einzusteigen.

Doch je weiter es in Richtung spezifisches Fachwissen geht, desto weniger Lesern nützt der Beitrag. Die Aufgabe des Verbraucherjournalisten besteht deshalb darin, zwar alle relevanten Infos zu beleuchten, die Inhalte aber gleichzeitig so  weit herunterzubrechen, dass möglichst viele Leser etwas davon haben und bei ihrer Entscheidungsfindung nutzen können.

Zum anderen muss der Verbraucherjournalist sehr sorgfältig und umfassend recherchieren, sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und es von allen Seiten beleuchten. Denn letztlich spricht er Ratschläge aus und gibt den Lesern konkrete Empfehlungen mit auf den Weg. Doch das kann nur gut gehen, wenn der Verbraucherjournalist selbst weiß, worum es geht.

  1. Frage: Wer ist die Zielgruppe vom Verbraucherjournalismus?

Der Verbraucherjournalismus richtet sich an jeden Verbraucher. Gleichzeitig ist das Themenspektrum sehr groß. Denn in jedem Haushalt werden verschiedenste Dinge benötigt, allerlei Gegenstände genutzt und unterschiedlichste Alltagsfragen aufgeworfen.

Natürlich kann der Verbraucherjournalismus nicht jede nur erdenkliche Frage abgestimmt auf den jeweiligen Einzelfall beantworten. Aber sein Ziel ist, den Verbrauchern die Informationen bereitzustellen, die ihren Bedarf decken.

  1. Frage: Welche Eigenschaften sollte ein Verbraucherjournalist haben?

Ein Verbraucherjournalist sollte mit offenen Augen durchs Leben gehen und ein guter Zuhörer sein. Er sollte ein Gespür dafür entwickeln, was die Leute bewegt, was sie brauchen und in welchen Bereichen sie nach Lösungen für Probleme suchen. All das sind Ausgangspunkte für seine Arbeit.

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Eine gute Portion Neugier gehört ebenfalls zur Grundausstattung eines Journalisten. Außerdem sollte er hartnäckig bleiben, um an die benötigten Informationen zu kommen. Auch Nehmer- und Steherqualitäten sind wichtig.

Gerade weil der Verbraucherjournalist hinter die Kulissen schaut, Produkte hinterfragt, Dienstleistungen unter die Lupe nimmt und Angebote vergleicht, macht er sich nicht nur Freunde. So manches Unternehmen kann sich auf den Schlips getreten fühlen und auch die Leser sind nicht immer zimperlich, wenn es darum geht, ihre Meinung zu äußern. Böse Kommentare oder Post von Anwälten sollten den Journalisten nicht gleich aus der Bahn werfen.

Neben einem sicheren Umgang mit der Sprache sollte der Verbraucherjournalist auch mit Zahlen umgehen können. Denn Deutsch und Mathe gehören zu seinen wichtigsten Instrumenten.

  1. Frage: Wie angesehen ist der Verbraucherjournalismus innerhalb der Branche?

Obwohl Verbraucherjournalisten eine wichtige Arbeit machen, steht das Ressort bei Nachwuchs-Journalisten oft nicht sehr weit oben in der Attraktivitäts-Liste. Denn viele junge Journalisten möchten sich mit den großen Themen der Zeit beschäftigen. Sie wollen die Welt erobern und verbessern, über wichtige Ereignisse berichten – und nicht unbedingt Ratgeber für den Alltag schreiben.

Sich mit dem Wahlkampf in den USA zu befassen oder über Krisen in Nahost nachzudenken, wirkt interessanter, als Handytarife miteinander zu vergleichen. Doch bei genauerem Hinsehen ist der Verbraucherjournalismus gar nicht so weit von den großen Themen entfernt.

Denn am Ende geht es um soziale Gerechtigkeit und darum, den Blick der Leser für das zu schärfen, was für ihr Leben wichtig ist. Und: Vergleicht der Verbraucherjournalist Geldanlagen, streift er damit auch Themen wie eine Finanzkrise – nur eben aus einer anderen Perspektive.

Auch innerhalb der Medienbranche hat ein Umdenken stattgefunden. Früher wurde der Verbraucherjournalismus eher stiefmütterlich behandelt. Die großen Fragen und Probleme der Welt waren angesagt, während das Interesse an kleinen, praktischen Lösungen eher gering war. Doch der Leser möchte genau diese Lösungen, die ihn selbst betreffen und ihm weiterhelfen, haben.

Deshalb hat sich der Verbraucherjournalismus inzwischen nicht nur als wichtiges Ressort etabliert, sondern boomt seit Jahren.

  1. Frage: Wie sieht die Zukunft des Verbraucherjournalismus aus?

In Deutschland kommen immer mehr Verbraucherzeitschriften auf den Markt. Im Fernsehen laufen Verbrauchersendungen zur besten Sendezeit und in Zeitungen hat der Verbraucherjournalismus längst Einzug gefunden. Auch im Internet erfreuen sich Portale mit Verbraucherinfos und -tipps großer Beliebtheit.

Die Chancen, als Nachwuchs-Journalist in diesem Ressort erfolgreich zu arbeiten, stehen also sehr gut. Zumal es eher unwahrscheinlich ist, dass der Trend in Zeiten, in denen das Angebot immer größer und die Märkte immer komplexer werden, abreißt.

Doch in welchem Medium der Verbraucherjournalismus seine Zukunft haben wird, lässt sich schwer vorhersagen. Es ist denkbar, dass die Informationen künftig stärker durch Videos und weniger durch Texte vermittelt werden. Es kann sein, dass bald eine smarte Brille, die die relevanten Infos anzeigt, zum Alltagsgegenstand wird.

Genauso ist denkbar, dass in einer zunehmend digitalen Welt eher eine Rückbesinnung auf klassische Medien wie Zeitungen und Zeitschriften erfolgt. Momentan können die meisten Nutzer per Internet erreicht werden. Ob der Verbraucherjournalismus in erster Linie Online-Journalismus sein wird, bleibt aber abzuwarten.

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Hier schreiben Wolfgang Stocker, Jahrgang 69, freier Journalist, Sabine Lankmann, 37 Jahre, Inhaberin Medienagentur, Heiko Rieder, 44 Jahre, Journalist und Christian Gülcan, 44 Jahre, Webseiten-Betreiber und Redakteur. Wir möchten Wissenswertes vermitteln über die Pressearbeit und Journalismus, sowie einen Überblick über die Medienlandschaft in Deutschland geben.

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