Social-Media-Marketing als Zweitjob für Journalisten, 2. Teil

Social-Media-Marketing als Zweitjob für Journalisten, 2. Teil

Im digitalen Zeitalter werden Inhalte immer öfter über Social-Media-Kanäle verbreitet. Das wiederum gilt nicht nur für Unternehmen und Firmen, sondern auch für Journalisten, Texter und Fotografen. Für sie eröffnet das Internet gleichzeitig neue Möglichkeiten.

Social-Media-Marketing für Journalisten

Denn wenn sie sich als Anbieter von hochwertigem Content einen Namen machen, können sie sich durch den Verkauf ihrer Arbeiten eine zusätzliche Einnahmequelle sichern und als Autoren für den Bereich Online-Marketing ein zweites Standbein aufbauen.

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps rund um Social-Media-Marketing als Zweitjob für Journalisten zusammengetragen. Dabei ging es im 1. Teil darum, wie die Arbeit aussehen kann.

Jetzt, im 2. Teil, nehmen wir uns die verschiedenen Social-Media-Kanäle vor und geben ein paar konkrete Praxistipps.

Geeignete Social-Media-Kanäle für Journalisten

Die klassischen sozialen Netzwerke eignen sich gut, um potenzielle Kunden in die virtuellen Verkaufsräume zu führen. Ansprechende Bilder, interessante Nachrichten, unterhaltsame Meldungen oder aktuelle Infos holen die Leser auf jedem jeweiligen Kanal ab und bringen sie über Links auf die Seiten in anderen Netzwerken und die eigentliche Homepage.

Allerdings ist die Konkurrenz in den gängigen Netzwerken groß und die Sprunghaftigkeit der Nutzer recht ausgeprägt. Ab und zu vereinzelte Posts zu platzieren, reicht deshalb nicht aus. Vielmehr sollte der Journalist seinen Lesern Geschichten erzählen, die einen Mehrwert haben und die Glaubwürdigkeit unterstreichen.

Zudem kann es nicht schaden, die eigenen Kanäle in den sozialen Netzwerken auch an anderen Stellen, online wie offline, zu bewerben.

Video-Plattformen sind eine gute Adresse fürs Video-Marketing. Zudem bieten sie den Vorteil, dass sie von den Suchmaschinen berücksichtigt werden und in den Ergebnislisten auftauchen. Damit erhöht sich die Reichweite.

Erstellt der Journalist Videos, sollte er sie in den anderen Social-Media-Kanälen aber möglichst direkt einbinden, und nicht nur über den Links zur Videoplattform. Denn auf diese Weise erreicht er mehr Nutzer und kann sich gleichzeitig eine Mediensammlung auf seinem Kanal aufbauen.

Kurznachrichtendienste sind ein hilfreiches Werkzeug, um über neue Beiträge auf anderen Kanälen zu informieren und so auf die Inhalte aufmerksam zu machen. Bei Blogs ist WordPress das etablierte Content-Management-System.

Daneben können Plattformen interessant sein, die ähnlich wie Datenbanken oder Archive angelegt sind und dem Journalisten ermöglichen, Arbeitsproben, Pressemitteilungen, Beiträge, Kataloge und andere Arbeiten zu veröffentlichen. Ein Beispiel für eine solche Plattform ist ISSUU.

Ein paar handfeste Tipps für die Praxis

Möchte der Journalist die sozialen Medien und generell das Internet nutzen, um Präsenz zu zeigen, sich als Marke zu etablieren und langfristig ein zweites Standbein aufzubauen, kommt es zunächst einmal auf Regelmäßigkeit an. Der Journalist muss immer wieder frischen Content liefern.

Und dabei stellt er seine Inhalte am besten zu den Zeiten ein, zu denen seine Leser auf den jeweiligen Plattformen besonders aktiv sind. Denn so sind die Chancen am größten, dass die Beiträge direkt entdeckt und geteilt werden.

Allerdings genügt es nicht, nur fleißig irgendwelche Beiträge zu veröffentlichen. Wenn der Journalist Werbung in eigener Sache und potenzielle Abnehmer für seine Arbeiten auf sich aufmerksam machen will, ist hochwertiger Content absolute Pflicht. Inhalte, die auf die jeweiligen Zielgruppen zugeschnitten sind und informieren, unterhalten, anregen, Fragen beantworten oder Lösungen liefern, sind angesagt. Belanglose Beiträge oder Inhalte, die sich in fast identischer Form schon an tausend anderen Stellen finden, reißen niemanden vom Hocker.

Inhalte mit Mehrwert in Kombination mit gutem Deutsch ohne Rechtschreib- und Grammatikfehler sind eine Sache. Doch auch die technische Umsetzung muss stimmen. Für Fotos oder Videos kann grundsätzlich das Smartphone zum Einsatz kommen. Langfristig wird es aber meist auf eine solide Kamera hinauslaufen.

Denn eine gute Bildqualität bei wechselnden Einstellungen im Innen- und Außenbereich und unter verschiedenen Bedingungen bringt eine Smartphone-Kamera oft an ihre Grenzen. Eine Faustregel besagt aber, dass in einem Video fünf verschiedene Kameraeinstellungen vorkommen sollten. Dadurch sieht der Zuschauer verschiedene Perspektiven und das Filmchen wirkt nicht so eintönig.

Hinzu kommt, dass die Nutzer bei einem Video ein vielleicht nicht ganz so gutes oder gelegentlich wackeliges Bild vielleicht noch verzeihen – eine schlechte Tonqualität aber nicht. Das beste Interview und die tollste Anleitung verfehlen ihre Wirkung, wenn der Zuschauer kaum ein Wort versteht.

Ein vernünftiges Mikrofon, das an die Kamera angeschlossen oder extern betrieben wird, gehört zur Ausstattung des Journalisten deshalb unbedingt dazu. Nebenbei erspart sich der Journalist so auch gleich die aufwändige und langwierige Nachbearbeitung seiner Aufnahmen. Was die Beleuchtung angeht, haben sich hingegen ganz einfache Baustrahler aus dem Baumarkt als optimale Werkzeuge bewährt.

Insgesamt möchten die Nutzer unterhalten werden. Hochwertige Texte mit nützlichem oder originellem Inhalt sind die Basis. Ideal abgerundet werden sie durch Anwendungen, die die Nutzer zum Mitmachen anregen. Das kann durch Multimediabeiträge wie eben Bilder und Videos oder kleine Spiele geschehen. Aber auch Wettbewerbe, Gutscheine oder Rabattaktionen sind sehr beliebt.

Zudem sollte der Journalist versuchen, es seinen Lesern so einfach wie möglich zu machen. Eine Kontaktaufnahme beispielsweise sollte schnell und unkompliziert erfolgen können. Kaum ein Nutzer wird sich die Mühe machen, stundenlang im Profil herumzusuchen, wie er dem Journalist eine nicht-öffentliche Nachricht, etwa eine Anfrage für einen Auftrag, zukommen lassen kann.

Auf aufwändige Maßnahmen zum Monitoring kann der Journalist übrigens verzichten. Auf fast allen Social-Media-Kanälen werden Daten wie die Anzahl der Aufrufe und der Likes automatisch erfasst. Und wie gut die Beiträge ankommen, erfährt der Journalist durch das Feedback der Leser. Diese Antworten sind meist ohnehin aufschlussreicher als nackte Zahlen – und können zudem Anregungen für die nächsten Inhalte liefern.

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