8 wichtige Tipps für die ideale Überschrift

8 wichtige Tipps für die ideale Überschrift

Eine alte Redewendung besagt, dass der erste Eindruck zählt. Was im Zwischenmenschlichen gilt, ist auch bei Artikeln nicht anders. Innerhalb weniger Augenblicke entscheidet der Leser darüber, ob er einen Beitrag lesen möchte oder ob nicht. Dabei bestimmt sowohl in klassischen Printmedien als auch in Online-Ausgaben die Überschrift maßgeblich über den ersten Eindruck. Sie kann der Leser innerhalb von wenigen Sekunden erfassen. Spricht ihn der Titel nicht an, wird der Leser einem Beitrag keine Aufmerksamkeit schenken.

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8 wichtige Tipps für die ideale Überschrift

Eine herausragende Schlagzeile, die Aufsehen erregt, sehr lange im Gedächtnis bleibt und möglicherweise sogar als geflügeltes Wort in den Sprachgebrauch einzieht, ist mit einem Welthit in der Musik vergleichbar. „Wir sind Papst“ aus dem Jahr 2005 ist ein Beispiel für so eine Überschrift.

Selbst absolute Profis schütteln solche Schlagzeilen aber nicht mal eben aus dem Ärmel. Generell ist ein richtig guter Titel nichts, was nebenbei entsteht. Oft nimmt das Formulieren der Schlagzeile genauso viel Zeit in Anspruch wie das Schreiben des ganzen Textes.

Doch die Mühe lohnt sich. Denn am Ende ist es eben meist der Titel, der den Leser dazu gebracht hat, den Beitrag zu lesen. Etwas einfacher wird es, wenn der Verfasser ein paar grundlegende Dinge beachtet.

Hier sind acht wichtige Tipps für die ideale Überschrift!:

  1. Auf den Punkt gebracht formulieren

Grundsätzlich ist wichtig, dass der Leser die Überschrift schnell erfassen kann. Eine kurze und knackige Formulierung aus wenigen Wörtern ist besser als ein ausformulierter (Halb-)Satz. Statt also zum Beispiel „Neuartige Steckdose hilft, den Stromverbrauch zu senken“ zu formulieren, ist ein Titel wie „Strom sparen mit jeder Steckdose“ griffiger.

  1. Markante Wörter wählen

Eine Überschrift wie „Fahrradtouren durch idyllische Natur“ ist zwar kurz, klar und konkret. Doch wenn der Verfasser „Grandiose Blicke über ein buntes Blumenmeer“ schreibt, ruft er beim Leser Bilder hervor.

Er regt die Phantasie des Lesers an und weckt Neugier. Ideen und Anregungen für ausdrucksstarke Begriffe findet der Verfasser über die Synonym-Suche seines Textverarbeitungsprogramms und natürlich online.

  1. Zahlen und Schlüsselwörter nutzen

„40 % Wasser sparen“ vermittelt durch die konkrete Zahl den Eindruck von faktischer Information. „Sparen“ ist ein Schlüsselwort, das bei vielen Lesern Interesse weckt. Für eine ansprechende Überschrift ist diese Kombination deshalb ideal.

Auch Begrifflichkeiten wie „Kaum zu glauben: …“, „Unfassbar: …“ oder „Phänomenal: …“ zielen auf die Neugier des Leser ab. Wichtig ist aber, dass der Artikel dann auch wirklich die Erwartungen erfüllt, die die Überschrift hervorruft.

Verspricht der Titel Inhalte, die der Text nicht liefert, ist der Leser enttäuscht. Selbst wenn der Artikel eigentlich gut, informativ oder unterhaltsam war, bleibt ein fader Beigeschmack.

  1. Zu den Inhalten hinführen

Die Neugierde wecken, durch ein Schlüsselwort Aufmerksamkeit erzeugen, Staunen hervorrufen: Eine Überschrift erfüllt dann ihre Aufgabe, wenn sie den Leser anspricht und dazu anregt, den Beitrag zu lesen.

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Doch der Verfasser muss nicht unbedingt immer gleich mit der Tür ins Haus fallen. Passt es zum Thema, kann er eine Überschrift formulieren, die den Leser in das Thema hineinleitet. „Riskanter Sommerspaß“ wäre zum Beispiel ein möglicher Titel für einen Beitrag über die alljährlichen Unfälle an Badeseen.

  1. Die Textgattung im Blick haben

Ist der Beitrag eine aktuelle Meldung, eine Reportage, ein Ratgeber oder ein Kommentar? Für die einzelnen Textgattungen bieten sich verschiedene Überschriften-Formate an.

Bei klassischen Verbraucherthemen eignen sich zum Beispiel Tipplisten-Titel wie „5 bewährte Tipps beim Autokauf“ sehr gut. Bei Nachrichten hingegen sollte der Verfasse ohne Umschweife auf den Punkt kommen.

Geht es um Kommentare, Berichte oder Reportagen, kann er ruhig etwas blumiger formulieren und durch Wortspiele oder Bilder Aufmerksamkeit wecken. „Jeden Morgen klicken die Stechuhren“ ist ein Beispiel für eine eher verspielte Überschrift.

  1. Unterüberschriften verwenden

In vielen Zeitungen und Online-Magazinen wird der Titel eines Beitrags durch eine Unterüberschrift ergänzt. Der Verfasser hat dadurch die Möglichkeit, den Leser noch besser und gezielter auf die Inhalte des Beitrags einzustimmen.

Wichtig ist aber, dass der Verfasser die Rollen zwischen den beiden Elementen im Blick hat und klar voneinander trennt. So besteht die Aufgabe des Titels darin, das Interesse des Leser am Beitrag zu wecken. Die Unterüberschrift hingegen ist dafür da, dem Leser zu vermitteln, welche Inhalte der Beitrag für ihn bereithält.

  1. Überschrift und Bild aufeinander abstimmen

Kommt ein Artikel zusammen mit Bildmaterial daher, nimmt der Leser im ersten Moment die Kombination aus Überschrift und Foto wahr. Denn beide Elemente kann er sekundenschnell erfassen.

Das bringt aber gleichzeitig mit sich, dass der Titel und das Bild zueinander passen müssen. Lautet die Überschrift zum Beispiel „Erneut etliche Wohnungsbrände an Weihnachten“ und zeigt das Bild dazu strahlende Kinder, die fröhlich vor einem Tannenbaum spielen, wäre das eine äußert unglückliche Zusammenstellung.

Der Verfasser sollte also immer darauf achten, dass er keine Text-Bild-Scheren produziert.

  1. In Online-Medien an SEO denken

Der letzte Tipp ist für Beiträge relevant, die in Online-Ausgaben von Zeitungen und Magazinen erscheinen. Hier muss die Überschrift nämlich nicht nur das Interesse des Lesers wecken. Stattdessen muss sie auch so formuliert sein, dass der Text von den Suchmaschinen überhaupt gefunden wird.

Im Sinne von SEO braucht die Überschrift also ein Schlüsselwort, das als Suchbegriff die Inhalte des Artikels beschreibt. Berichtet der Verfasser über die Ausstellung eines regionalen Künstlers, kann ein Titel wie „Moderne Kunst aus der Nachbarschaft“ in Printmedien funktionieren. Online muss die Überschrift präziser sein, beispielsweise „Der Frankfurter Maler XY präsentiert seine Arbeiten zum Thema …“.

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Hier schreiben Wolfgang Stocker, Jahrgang 69, freier Journalist, Sabine Lankmann, 37 Jahre, Inhaberin Medienagentur, Heiko Rieder, 44 Jahre, Journalist und Christian Gülcan, 44 Jahre, Webseiten-Betreiber und Redakteur. Wir möchten Wissenswertes vermitteln über die Pressearbeit und Journalismus, sowie einen Überblick über die Medienlandschaft in Deutschland geben.

Ein Gedanke zu „8 wichtige Tipps für die ideale Überschrift“

  1. Um ehrlich zu sein, habe ich bisher beim Erstellen meiner Überschriften hauptsächlich auf die Google Keyword-Planer Statistiken zu der entsprechenden Query geachtet…
    Aber Überschriften erfolgreicher Artikel suggerieren ja, dass es neben dem Wortlaut auf noch andere wichtige Faktoren wie Content Length oder Domain Authority ankommt.
    Ich werde mir eure Tipps zu Herzen nehmen! 🙂

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