Pressemitteilung-Check: Pressemitteilung prüfen vor dem Versand
Eine Pressemitteilung kann Türen öffnen. Aber nur, wenn sie für Redaktionen wirklich greifbar ist. Oft entscheidet sich schon in den ersten Sekunden, ob eine Meldung als relevante Nachricht wahrgenommen wird oder im Postfach untergeht. Gibt es einen echten Anlass? Ist der Nutzen für Leserinnen und Leser klar? Sind die wichtigsten W-Fragen beantwortet, Ansprechpartner erreichbar und Bildrechte geklärt?

Genau hier setzt der Pressemitteilung-Check an: Er hilft dabei, eine Meldung vor dem Versand kritisch zu prüfen, Schwachstellen zu erkennen und aus einer guten Idee eine deutlich pressefähigere Mitteilung zu machen.
Interaktives Prüf-Tool für Pressearbeit, PR, Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit
Inhalt
- 1 Pressemitteilung-Check: Pressemitteilung prüfen vor dem Versand
- 1.1 Was der Pressemitteilung-Check leistet
- 1.2 Hinweis zur Nutzung ohne JavaScript
- 1.3 So funktioniert der Pressemitteilung-Check
- 1.4 1. Basisdaten der Pressemitteilung
- 1.5 2. Inhalt, Anlass und Mediennutzen
- 1.6 3. W-Fragen prüfen
- 1.7 4. Ansprechpartner, Bildmaterial und Versanddaten
- 1.8 5. Pressefähigkeit bewerten
- 1.9 6. Ergebnis: Pressefähigkeit und Ampel-Einschätzung
- 1.10 7. Versand-Checkliste kopieren
- 1.11 Beispielaufbau einer Pressemitteilung
- 1.12 Datenschutz und lokale Verarbeitung
- 1.13 FAQ zum Pressemitteilung-Check
- 2 Mehr Tools & Rechner:
Pressemitteilung-Check: Pressemitteilung prüfen vor dem Versand
Eine Pressemitteilung ist schnell geschrieben, aber nicht jede Mitteilung ist wirklich pressefähig. Redaktionen brauchen einen klaren Anlass, eine verständliche Nachricht, überprüfbare Fakten, einen erkennbaren Nutzen für ihre Zielgruppe und saubere Kontaktdaten. Genau dabei hilft dieser Pressemitteilung-Check.
Das Tool prüft deine Pressemitteilung nicht als Textgenerator, sondern als strukturierte Qualitätskontrolle vor dem Versand. Du kannst prüfen, ob die wichtigsten W-Fragen beantwortet sind, ob der Nachrichtenwert erkennbar ist, ob die Meldung zu werblich wirkt und ob wichtige Versandbestandteile fehlen.
Was der Pressemitteilung-Check leistet
- Prüfung zentraler Pflichtbestandteile einer Pressemitteilung.
- Bewertung von Anlass, Neuigkeit, Relevanz, Zielgruppenfit, W-Fragen, Zitat, Bildmaterial und Ansprechpartner.
- Score für Pressefähigkeit mit Ampel-Einschätzung: versandbereit, überarbeiten, zu werblich oder Nachrichtenwert fehlt.
- Hinweise, welche Angaben vor dem Versand ergänzt oder geschärft werden sollten.
- Kopierbare Versand-Checkliste für Vereine, Unternehmen, Schulen, Kommunen, Agenturen und PR-Einsteiger.
So funktioniert der Pressemitteilung-Check
- Trage die wichtigsten Basisdaten deiner Pressemitteilung ein: Titel, Anlass, Zielgruppe, Ort, Datum und Zielmedium.
- Prüfe die journalistischen W-Fragen: Wer, was, wann, wo, wie, warum und mit welcher Quelle?
- Bewerte die Pressefähigkeit anhand fester Prüfkriterien von 0 bis 3 Punkten.
- Lass den Score berechnen und nutze die Hinweise für die Überarbeitung vor dem Versand.
- Kopiere die Versand-Checkliste und prüfe finale Punkte wie Betreff, Kontakt, Bildrechte und Anhänge.
Besonders sinnvoll ist der Check vor dem Versand an Lokalredaktionen, Fachmedien, Presseverteiler, Vereinsmedien, Schulwebseiten, kommunale Pressebereiche oder Branchenportale.
1. Basisdaten der Pressemitteilung
Eine gute Überschrift benennt möglichst konkret, was neu, wichtig oder nützlich ist. Vermeide reine Werbesprache.
Der Absender beeinflusst, welche Medien und welche Tonalität besonders passend sind.
Eine Meldung für eine Lokalredaktion braucht oft mehr Ortsbezug. Ein Fachmedium erwartet meist mehr fachliche Einordnung.
Der Ort hilft besonders bei lokalen und regionalen Pressemitteilungen.
Das Datum kann der Versandtermin, Veröffentlichungstermin oder Termin des Anlasses sein.
2. Inhalt, Anlass und Mediennutzen
Beschreibe, warum die Pressemitteilung jetzt verschickt wird: neuer Termin, Projektstart, Ergebnis, Entscheidung, Veranstaltung, Studie, Auszeichnung oder konkrete Veränderung.
Die Kernaussage sollte auch ohne langen Kontext verständlich sein. Sie ist der Kern der Meldung.
Redaktionen fragen nicht nur: Was möchte der Absender sagen? Sondern auch: Warum ist das für das Publikum interessant, nützlich oder relevant?
Ein gutes Zitat ergänzt die Fakten. Es sollte Haltung, Motivation oder Einordnung liefern und nicht nur die Überschrift wiederholen.
3. W-Fragen prüfen
Eine pressefähige Meldung beantwortet die wichtigsten journalistischen W-Fragen möglichst früh. Je klarer diese Angaben sind, desto leichter kann eine Redaktion den Nachrichtenwert einschätzen.
Wer handelt, organisiert, entscheidet oder ist betroffen?
Was ist neu, passiert, geplant oder entschieden?
Wann findet der Anlass statt oder ab wann gilt die Information?
Wo findet der Anlass statt oder für welche Region ist er relevant?
Wie funktioniert das Angebot, die Entscheidung, die Teilnahme oder der Ablauf?
Warum ist die Meldung wichtig, notwendig, interessant oder jetzt relevant?
Eine belastbare Quelle erhöht die Glaubwürdigkeit. Redaktionen sollten zentrale Angaben prüfen oder einordnen können.
4. Ansprechpartner, Bildmaterial und Versanddaten
Ein echter Ansprechpartner erleichtert Rückfragen und erhöht die Nutzbarkeit der Meldung.
Nutze möglichst eine offizielle Kontaktadresse und keine privaten Daten, wenn die Meldung öffentlich verwendet wird.
Optional, aber hilfreich bei kurzfristigen Rückfragen vor Redaktionsschluss.
Pressefotos, Logos oder Grafiken können die Verwertbarkeit erhöhen, wenn Qualität und Rechte geklärt sind.
Bildrechte, Urheberangabe, abgebildete Personen und Bildunterschrift sollten vor Versand geklärt sein.
Sperrfristen müssen eindeutig und gut sichtbar kommuniziert werden.
5. Pressefähigkeit bewerten
Bewerte jedes Kriterium von 0 bis 3. Je höher die Bewertung, desto eher ist die Pressemitteilung vor dem Versand belastbar, verständlich und redaktionell verwertbar.
6. Ergebnis: Pressefähigkeit und Ampel-Einschätzung
Nach der Bewertung zeigt das Tool einen Score, eine Ampel-Einschätzung und konkrete Hinweise für die Überarbeitung vor dem Versand.
Pressefähigkeits-Score:
Die Skala reicht von 0 bis 100 Prozent. Ein höherer Wert spricht für eine besser vorbereitete Pressemitteilung.
Ampel-Einschätzung:
Versandstatus:
Wichtigster nächster Schritt:
Hinweise zur Überarbeitung
- Prüfe, ob der Anlass wirklich aktuell und klar erkennbar ist.
- Formuliere den Mediennutzen aus Sicht der Zielgruppe, nicht nur aus Sicht des Absenders.
- Beantworte die wichtigsten W-Fragen im ersten Absatz der Pressemitteilung.
- Ergänze einen gut erreichbaren Ansprechpartner und kläre Bildrechte vor dem Versand.
Score-Orientierung
- 0 bis 29 Prozent
- Die Pressemitteilung ist noch nicht versandbereit. Meist fehlen Anlass, Relevanz, W-Fragen oder belastbare Kontaktdaten.
- 30 bis 49 Prozent
- Die Meldung braucht deutliche Überarbeitung. Häufig ist der Text noch zu intern, zu werblich oder nicht klar genug für Redaktionen.
- 50 bis 69 Prozent
- Die Pressemitteilung ist grundsätzlich verwendbar, sollte vor dem Versand aber gezielt geschärft und ergänzt werden.
- 70 bis 84 Prozent
- Die Meldung ist gut vorbereitet. Eine finale Prüfung von Fakten, Kontakten, Bildrechten und Zielmedium ist trotzdem sinnvoll.
- 85 bis 100 Prozent
- Die Pressemitteilung ist sehr gut vorbereitet und kann nach redaktioneller Schlussprüfung wahrscheinlich versendet werden.
Noch keine Berechnung durchgeführt.
7. Versand-Checkliste kopieren
Die Checkliste hilft bei der letzten Kontrolle vor dem Versand. Nach der Berechnung kann sie um Hinweise aus deiner Bewertung ergänzt werden.
Die Checkliste ist eine Arbeitshilfe. Sie ersetzt keine rechtliche Prüfung, keine redaktionelle Freigabe und keine Kontrolle sensibler Angaben.
Beispielaufbau einer Pressemitteilung
Der folgende Aufbau ist kein starres Muster, aber eine praktische Orientierung. Wichtig ist, dass Redaktionen schnell erkennen, was passiert, warum es relevant ist und wen sie bei Rückfragen erreichen können.
Struktur für eine pressefähige Meldung
- Überschrift: kurz, sachlich und mit klarem Nachrichtenkern.
- Unterzeile: ergänzt Zielgruppe, Ort, Termin oder Nutzen.
- Ort und Datum: zeigt, woher die Meldung kommt und wann sie veröffentlicht wurde.
- Lead-Absatz: beantwortet die wichtigsten W-Fragen.
- Einordnung: erklärt Hintergrund, Relevanz, Zahlen oder Folgen.
- Zitat: liefert Motivation, Bewertung oder persönliche Einordnung.
- Weitere Details: Teilnahme, Kosten, Ablauf, Anmeldung, Fristen oder Besonderheiten.
- Über den Absender: kurzer Boilerplate-Absatz mit sachlichen Basisinformationen.
- Pressekontakt: Name, Funktion, E-Mail, Telefon und Hinweis auf Bildmaterial.
Kurzes Beispiel
Überschrift: Stadtbibliothek startet kostenlose Medienwerkstatt für Jugendliche
Lead: In Bremen startet am 15. September eine kostenlose Medienwerkstatt für Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren. Das Angebot der Stadtbibliothek soll jungen Menschen zeigen, wie Podcasts, Interviews und Nachrichtenformate verantwortungsvoll produziert werden.
Warum das pressefähig ist: Der Anlass ist konkret, der Ort ist klar, die Zielgruppe ist benannt, der Nutzen ist verständlich und es gibt einen lokalen Bezug.
Datenschutz und lokale Verarbeitung
Die Eingaben sollen nur lokal im Browser für die Berechnung genutzt werden. Für dieses Tool sind keine externen Schnittstellen, keine KI-API, keine Datenbankabfrage und kein Versand an Dritte vorgesehen.
Trage keine vertraulichen Informationen, privaten Kontaktdaten, unveröffentlichten Interna oder personenbezogenen Details ein, wenn du nur eine grobe Vorprüfung durchführen möchtest. Für echte Pressemitteilungen sollten sensible Angaben vor Veröffentlichung gesondert geprüft werden.
FAQ zum Pressemitteilung-Check
Wann ist eine Pressemitteilung pressefähig?
Pressefähig ist eine Meldung, wenn sie einen klaren Anlass, eine nachvollziehbare Relevanz, vollständige W-Fragen, belastbare Fakten und gut erreichbare Ansprechpartner enthält. Sie sollte nicht wie reine Werbung wirken.
Was ist der Unterschied zwischen Pressemitteilung und Werbung?
Werbung stellt meist den Absender, ein Produkt oder eine Leistung in den Mittelpunkt. Eine Pressemitteilung sollte dagegen eine Nachricht liefern, die für das Publikum eines Mediums relevant ist.
Welche W-Fragen gehören in eine Pressemitteilung?
Wichtig sind vor allem: Wer macht was, wann, wo, wie und warum? Zusätzlich sollte klar sein, auf welcher Quelle, welchem Anlass oder welcher überprüfbaren Grundlage die Meldung basiert.
Braucht jede Pressemitteilung ein Zitat?
Nicht zwingend, aber ein gutes Zitat kann die Meldung deutlich verbessern. Es sollte nicht nur loben, sondern einordnen, erklären oder eine Haltung des Absenders sichtbar machen.
Sollte ich Bilder mitschicken?
Bildmaterial kann hilfreich sein, wenn es qualitativ gut ist und die Nutzungsrechte eindeutig geklärt sind. Wichtig sind Bildunterschrift, Urheberangabe und Informationen zu abgebildeten Personen.
Ersetzt der Check eine redaktionelle oder rechtliche Prüfung?
Nein. Der Check ist eine strukturierte Vorprüfung. Fakten, Rechte, personenbezogene Daten, Bildrechte, Zitate, Markenangaben und rechtlich sensible Inhalte sollten vor dem Versand separat geprüft werden.
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