KI-Kennzeichnung-Check für Medieninhalte

KI-Kennzeichnung-Check: Müssen Texte, Bilder oder Videos gekennzeichnet werden?

KI macht vieles leichter, aber nicht immer klarer: Ein Bild kann echt wirken, obwohl es nie fotografiert wurde. Ein Text kann menschlich klingen, obwohl er mit KI vorbereitet wurde. Und ein Video oder Audio kann Vertrauen erzeugen, obwohl Teile davon künstlich entstanden sind.

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Genau hier hilft der KI-Kennzeichnung-Check: Er unterstützt dich dabei, transparent, fair und verantwortungsvoll zu entscheiden, ob und wie ein Medieninhalt gekennzeichnet werden sollte.

Entscheidungshilfe für Redaktion, Presse, Medien und Content-Produktion

KI-Kennzeichnung-Check: Müssen Texte, Bilder oder Videos gekennzeichnet werden?

Mit diesem KI-Kennzeichnung-Check prüfst du, ob ein Text, Bild, Foto, Video, Audio, Social-Media-Post oder Pressebild transparent als KI-generiert, KI-bearbeitet oder KI-unterstützt gekennzeichnet werden sollte. Das Tool hilft dir, typische Fälle aus Journalismus, Pressearbeit, Redaktion, Social Media und Öffentlichkeitsarbeit strukturiert einzuordnen.

Wichtig: Dieses Tool ist eine redaktionelle Orientierungshilfe und keine Rechtsberatung. Die rechtliche Bewertung hängt vom konkreten Inhalt, Kontext, Veröffentlichungsland, Medium, Zeitpunkt und Zweck der Veröffentlichung ab. Bei sensiblen Fällen sollte zusätzlich juristisch oder presseethisch geprüft werden.

Warum ein KI-Kennzeichnung-Check sinnvoll ist

KI-generierte Inhalte wirken immer echter: Bilder sehen wie Fotos aus, Stimmen klingen vertraut, Videos können reale Situationen vortäuschen und Texte lassen sich in Sekunden erzeugen. Genau deshalb wird die transparente Kennzeichnung wichtiger. Nutzerinnen und Nutzer sollen erkennen können, ob ein Inhalt echt aufgenommen, redaktionell bearbeitet, teilweise KI-gestützt oder vollständig künstlich erzeugt wurde.

Transparenz schaffen

Erkenne, wann ein Hinweis auf KI-Erstellung, KI-Bearbeitung oder synthetische Medien sinnvoll ist.

Redaktionelle Risiken senken

Prüfe, ob ein Inhalt Menschen, Ereignisse, Zitate, Fotos, Videos oder Audios täuschend echt darstellen könnte.

Hinweistexte vorbereiten

Nutze neutrale Formulierungen für Bildunterschriften, Artikelhinweise, Social-Media-Posts oder Medienarchive.

So funktioniert das Tool

  1. Wähle zuerst aus, welche Art von Medieninhalt du veröffentlichen möchtest.
  2. Gib an, wie stark KI bei Erstellung, Bearbeitung oder Zusammenfassung beteiligt war.
  3. Bewerte, ob der Inhalt reale Personen, Ereignisse, Zitate, Orte oder Sachverhalte täuschend echt darstellen kann.
  4. Prüfe den Veröffentlichungskontext: Journalismus, Pressearbeit, Social Media, Werbung oder interne Nutzung.
  5. Nach Aktivierung mit JavaScript berechnet das Tool daraus Kennzeichnungsrisiko, Empfehlung und passende Hinweisformulierung.

KI-Inhalt prüfen

Die Eingaben bleiben lokal im Browser. Es werden keine Inhalte an externe KI-Dienste, Server oder APIs übertragen.

Trage keine sensiblen personenbezogenen Daten ein. Eine kurze Beschreibung reicht aus.

Prüffragen zur Kennzeichnung

Beantworte die folgenden Fragen möglichst streng. „Unklar“ ist sinnvoll, wenn Herkunft, Bearbeitung oder Veröffentlichungsrisiko noch nicht sicher geprüft wurden.

1. Wurde der Inhalt ganz oder teilweise mit generativer KI erstellt?

2. Könnte der Inhalt echte Personen, Aussagen, Orte oder Ereignisse vortäuschen?

3. Werden reale Personen, Stimmen, Gesichter oder identifizierbare Situationen dargestellt?

4. Wird der Inhalt im journalistischen, redaktionellen oder presseähnlichen Kontext genutzt?

5. Geht es um ein Thema von öffentlichem Interesse?

6. Ist für Nutzerinnen und Nutzer ohne Hinweis erkennbar, dass KI beteiligt war?

7. Wurde ein echtes Foto, Video, Audio oder Zitat inhaltlich stark verändert?

8. Könnte die fehlende Kennzeichnung Vertrauen, Einordnung oder Faktenverständnis beeinflussen?

9. Gibt es bereits eine sichtbare Kennzeichnung direkt am Inhalt?

10. Ist dokumentiert, welches Tool, welcher Workflow oder welche Bearbeitung verwendet wurde?

Dokumentations-Log für die Veröffentlichung

Halte hier fest, welche KI-Beteiligung, Bearbeitung oder Herkunft später intern nachvollziehbar bleiben soll. Das ist besonders hilfreich bei redaktionellen Bildern, Videos, Audios, Pressefotos und sensiblen Themen.

Ergebnis des KI-Kennzeichnung-Checks

Nach der Berechnung zeigt dieser Bereich Kennzeichnungsrisiko, Empfehlung, Begründung und einen neutralen Vorschlag für den Hinweistext.

Kennzeichnungsrisiko Noch nicht berechnet

Fülle die Prüffragen aus und starte die Berechnung.

Empfehlung

Die Empfehlung erscheint nach der Berechnung. Mögliche Ergebnisse sind: Kennzeichnung dringend empfohlen, Kennzeichnung sinnvoll oder Kennzeichnung wahrscheinlich nicht erforderlich.

Begründung

Noch keine Begründung berechnet. Besonders relevant sind KI-Erstellungsgrad, Täuschungsnähe, öffentlicher Kontext, redaktionelle Nutzung, reale Personen und sichtbare Kennzeichnung.

Neutraler Hinweistext

Beispiel: „Dieser Inhalt wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet.“ Die konkrete Formulierung sollte zum Medium, Inhalt und Veröffentlichungsort passen.

Was du zusätzlich prüfen solltest

  • Prüfen, ob der Hinweis direkt am Inhalt sichtbar ist.
  • KI-Beteiligung intern dokumentieren.
  • Bei realistisch wirkenden Personen, Stimmen oder Ereignissen besonders sorgfältig kennzeichnen.
  • Bei journalistischen Inhalten redaktionelle Verantwortung und Pressekodex beachten.

Auswertungsskala für die KI-Kennzeichnung

Hohes Risiko: Kennzeichnung dringend empfohlen

Typisch bei realistisch wirkenden KI-Bildern, Deepfakes, KI-Stimmen, synthetischen Videos, vollständig KI-generierten Inhalten zu öffentlichen Themen oder redaktionellen Inhalten, die ohne Hinweis missverstanden werden könnten.

Mittleres Risiko: Kennzeichnung sinnvoll

Typisch bei teilweise KI-generierten Texten, KI-unterstützten Grafiken, starken Bearbeitungen, Übersetzungen, Zusammenfassungen oder Inhalten, bei denen Nutzerinnen und Nutzer eine klare Einordnung erwarten können.

Niedriges Risiko: Kennzeichnung wahrscheinlich nicht erforderlich

Typisch bei rein technischen Korrekturen, einfachen Layoutanpassungen, leichter Retusche oder klar künstlich erkennbaren Symbolbildern ohne Täuschungsnähe. Transparenz kann trotzdem sinnvoll sein.

Beispiele für neutrale KI-Hinweise

Für KI-Bilder oder Illustrationen

„Dieses Bild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.“

Für KI-bearbeitete Fotos

„Dieses Foto wurde redaktionell bearbeitet. Dabei kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz.“

Für KI-generierte Videos oder Audios

„Dieser Audio- oder Videoinhalt wurde künstlich erzeugt oder mithilfe künstlicher Intelligenz verändert.“

Für KI-unterstützte Texte

„Dieser Text wurde redaktionell geprüft und mithilfe KI-gestützter Werkzeuge vorbereitet oder überarbeitet.“

Beispielauswertung

Beispiel: KI-generiertes Pressebild zu einer lokalen Nachricht

Ein Bild zeigt eine realistisch wirkende Szene aus einem Krankenhaus, wurde aber vollständig mit einem Bildgenerator erstellt. Es steht neben einem redaktionellen Artikel und könnte von Leserinnen und Lesern als echtes Foto verstanden werden. In diesem Fall ist das Kennzeichnungsrisiko hoch.

Sinnvoller Hinweis: „Symbolbild: Dieses Bild wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und zeigt keine reale Szene.“ Der Hinweis sollte direkt am Bild oder in der Bildunterschrift stehen, nicht versteckt im Impressum.

Wichtige Kriterien für die KI-Kennzeichnung

  • Erstellungsgrad: Wurde der Inhalt nur korrigiert, stark bearbeitet, teilweise generiert oder vollständig erzeugt?
  • Medientyp: Text, Foto, Video, Audio und Social-Media-Inhalte können unterschiedlich hohe Täuschungsrisiken haben.
  • Realitätsnähe: Je echter ein künstlicher Inhalt wirkt, desto wichtiger ist ein klarer Hinweis.
  • Öffentliches Interesse: Bei Politik, Gesundheit, Krisen, Straftaten oder gesellschaftlichen Konflikten ist besondere Transparenz nötig.
  • Redaktioneller Kontext: In Journalismus und Pressearbeit zählt nicht nur Technik, sondern auch Vertrauen, Einordnung und Verantwortung.
  • Sichtbarkeit: Ein Hinweis sollte dort stehen, wo Nutzerinnen und Nutzer den Inhalt wahrnehmen.
  • Dokumentation: KI-Tool, Bearbeitungsschritt und Freigabeentscheidung sollten intern nachvollziehbar bleiben.

Datenschutz und lokale Verarbeitung

Der KI-Kennzeichnung-Check ist so angelegt, dass die Auswertung lokal im Browser erfolgen kann. Es sind keine externen Bibliotheken, keine externen KI-Schnittstellen und keine Serverübertragung erforderlich. Trage trotzdem keine vertraulichen, personenbezogenen oder unveröffentlichten Inhalte ein, wenn eine kurze Beschreibung genügt.

FAQ zur KI-Kennzeichnung von Medieninhalten

Muss jeder KI-Text gekennzeichnet werden?

Nicht jeder interne Entwurf, jede Rechtschreibkorrektur oder jede kleine Formulierungshilfe ist automatisch gleich zu behandeln. Kritischer wird es, wenn ein Text veröffentlicht wird, Nutzerinnen und Nutzer über Entstehung oder Aussage getäuscht werden könnten oder der Inhalt ein Thema von öffentlichem Interesse betrifft.

Was ist bei KI-generierten Bildern besonders wichtig?

Entscheidend ist, ob das Bild wie ein echtes Foto wirkt oder reale Personen, Orte, Ereignisse oder Situationen vortäuschen kann. Bei redaktioneller Nutzung sollte der Hinweis möglichst direkt am Bild oder in der Bildunterschrift stehen.

Reicht ein allgemeiner Hinweis im Impressum?

Ein allgemeiner Hinweis kann ergänzen, ist aber oft nicht ausreichend verständlich. Nutzerinnen und Nutzer sollten den Hinweis möglichst dort sehen, wo sie den KI-generierten oder KI-bearbeiteten Inhalt wahrnehmen.

Was gilt für KI-Stimmen und KI-Videos?

KI-Stimmen, synthetische Videos und Deepfake-ähnliche Inhalte haben ein besonders hohes Täuschungspotenzial. Wenn sie echte Personen, Aussagen oder Ereignisse nachahmen, ist ein klarer und sichtbarer Hinweis besonders wichtig.

Bleibt die Redaktion verantwortlich, wenn KI eingesetzt wurde?

Ja. Der Einsatz von KI entlastet nicht von redaktioneller Prüfung, Sorgfalt, Einordnung und Verantwortung. Veröffentlichte Inhalte sollten fachlich, ethisch und rechtlich geprüft werden, besonders im journalistischen Kontext.

Speichert dieses Tool meine Eingaben?

Nein. Das Tool ist für lokale Verarbeitung im Browser konzipiert. Es benötigt keine externen Anfragen und überträgt keine Inhalte an KI-Dienste oder andere Plattformen.

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