PR-Wert-Rechner: Anzeigenäquivalenzwert & Medienresonanz
PR-Arbeit wird dann besonders spannend, wenn aus einzelnen Veröffentlichungen ein messbares Gesamtbild entsteht. Doch Reichweite, Medienwert und Kampagnenkosten stehen oft unverbunden nebeneinander und lassen sich nur schwer einordnen.

Der PR-Wert-Rechner bringt diese Kennzahlen zusammen und macht Medienresonanz über Print, Online, Social Media, Radio und TV vergleichbar. So sehen Sie auf einen Blick, welche Reichweite Ihre Kampagne erzielt hat, wie hoch der rechnerische Anzeigenäquivalenzwert ausfällt und wie effizient der Mitteleinsatz war, auf Wunsch sogar im direkten Vergleich zweier Kampagnen:
PR-Wert-Rechner & Medienresonanz-Vergleich
PR-Kennzahlen transparent berechnen und Kampagnen vergleichen
Dieser Rechner bündelt wichtige quantitative Kennzahlen der Medienresonanz. Erfassen Sie Veröffentlichungen aus Print, Online-Medien, Social Media, Radio und TV und berechnen Sie daraus Reichweite, Anzeigenäquivalenzwert, TKP, Kosten pro Kontakt und weitere Vergleichswerte.
Sie können eine einzelne PR-Kampagne auswerten oder zusätzlich Kampagne B erfassen und beide Maßnahmen direkt miteinander vergleichen.
Was der PR-Wert-Rechner auswertet
So funktioniert die Berechnung
- Kampagnenkosten eintragen Tragen Sie die Kosten der PR- oder Kommunikationsmaßnahme ein. Damit können TKP und Kosten pro Kontakt berechnet werden.
- Medienresonanz nach Kanal erfassen Geben Sie je Kanal die Anzahl der Beiträge, die durchschnittlichen Kontakte und einen vergleichbaren Werbewert pro Platzierung an.
- Kennzahlen berechnen Der Rechner ermittelt Veröffentlichungen, Bruttoreichweite, AÄW, TKP, Kosten pro Kontakt und weitere Vergleichswerte.
- Optional zwei Kampagnen vergleichen Kampagne B ist freiwillig. Wenn Sie dort Werte eintragen, erhalten Sie zusätzlich einen direkten Vergleich der wichtigsten Kennzahlen.
PR-Kampagne auswerten
Verwenden Sie möglichst vergleichbare Datenquellen. Bei der Reichweite sollte über alle Kanäle möglichst nach demselben Prinzip gearbeitet werden. Unbekannte Werte können mit 0 eingetragen oder auf 0 belassen werden.
Tragen Sie ein, was eine hinsichtlich Medium, Format, Umfang oder Sendezeit möglichst vergleichbare bezahlte Werbeplatzierung durchschnittlich gekostet hätte. Der Rechner multipliziert diesen Wert mit der Anzahl der erfassten Beiträge beziehungsweise Platzierungen.
Tragen Sie Ihre Kampagnendaten ein und starten Sie anschließend die Berechnung.
Ergebnis der PR-Auswertung
Die Ergebniswerte kombinieren die Angaben aller erfassten Medienkanäle. Reichweiten werden als Bruttokontakte addiert. Mehrfachkontakte derselben Person können deshalb enthalten sein.
Kampagne A
Medienkanäle von Kampagne A
Kampagne B
Kampagne B ist optional. Sobald dort Kampagnendaten eingetragen werden, können die Kennzahlen zusätzlich berechnet und mit Kampagne A verglichen werden.
Medienkanäle von Kampagne B
Kampagne A und B vergleichen
Noch kein Kampagnenvergleich durchgeführt
Erfassen Sie zusätzlich Werte für Kampagne B. Der Rechner vergleicht anschließend Reichweite, Anzahl der Veröffentlichungen, Anzeigenäquivalenzwert und Kosteneffizienz.
Welche Formeln verwendet der Rechner?
Beispiel einer PR-Auswertung
Eine Kampagne verursacht 5.000 Euro Kosten, erzielt insgesamt 12 Medienveröffentlichungen und erreicht rechnerisch 350.000 Bruttokontakte. Der ermittelte Anzeigenäquivalenzwert beträgt 18.000 Euro.
Die Angabe 3,60 : 1 bedeutet ausschließlich, dass der rechnerische Werbegegenwert 3,6-mal so hoch wie die angegebenen Kampagnenkosten ist. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass die Kampagne einen tatsächlichen wirtschaftlichen ROI von 3,6 erzielt hat.
Wie PR-Kennzahlen richtig eingeordnet werden
Häufige Fragen zum PR-Wert und Anzeigenäquivalenzwert
Was ist der Anzeigenäquivalenzwert?
Der Anzeigenäquivalenzwert, kurz AÄW oder AVE, beziffert den rechnerischen Preis, den eine vergleichbare bezahlte Werbeplatzierung gekostet hätte. Er ist damit ein monetärer Vergleichswert.
Ist der Anzeigenäquivalenzwert der tatsächliche PR-Wert?
Nein. Der AÄW berücksichtigt beispielsweise nicht automatisch Glaubwürdigkeit, Tonalität, Botschaftsvermittlung, Einstellungsänderungen, Reputation oder wirtschaftliche Auswirkungen. Deshalb sollte er nicht mit dem tatsächlichen Wert oder Erfolg einer PR-Kampagne gleichgesetzt werden.
Was bedeutet Medienresonanz?
Medienresonanz beschreibt hier die messbaren Veröffentlichungen und deren rechnerische Reichweite über die erfassten Medienkanäle. Eine vollständige Medienresonanzanalyse kann zusätzlich qualitative Kriterien wie Tonalität, Themen, Botschaften oder Medienrelevanz berücksichtigen.
Was bedeutet TKP bei einer PR-Kampagne?
Der Tausenderkontaktpreis zeigt in diesem Rechner, wie hoch die angegebenen Kampagnenkosten je 1.000 rechnerisch erzielte Bruttokontakte sind. Ein niedrigerer TKP kann auf eine höhere rechnerische Kontakteffizienz hindeuten, sagt aber nichts über die Qualität der Kontakte aus.
Welche Reichweite soll ich eintragen?
Verwenden Sie je Medienkanal möglichst vergleichbare Reichweiten- oder Kontaktdaten. Das können beispielsweise Auflage beziehungsweise Leserkontakte, Visits, Impressions, Hörer- oder Zuschauerzahlen sein. Wichtig ist eine konsistente Dokumentation der verwendeten Datenbasis.
Warum werden die Reichweiten nur als Bruttokontakte bezeichnet?
Werden Reichweiten verschiedener Beiträge und Kanäle addiert, können dieselben Personen mehrfach enthalten sein. Ohne zusätzliche Daten kann der Rechner diese Überschneidungen nicht deduplizieren. Deshalb wird bewusst von Bruttokontakten gesprochen.
Warum gibt es keinen Faktor 2 oder Faktor 3 auf den Anzeigenwert?
Ein pauschaler Multiplikator würde unterstellen, dass redaktionelle Berichterstattung generell einen festen Mehrwert gegenüber Werbung besitzt. Dieser Wert lässt sich nicht für jede Veröffentlichung und Zielgruppe gleichermaßen belegen. Der Rechner verzichtet daher bewusst auf solche Faktoren.
Ist das Medienäquivalenz-Kosten-Verhältnis ein ROI?
Nein. Der Quotient aus Anzeigenäquivalenzwert und Kampagnenkosten stellt lediglich zwei monetäre Vergleichsgrößen gegenüber. Ein wirtschaftlicher ROI müsste den tatsächlich erzielten finanziellen Nutzen beziehungsweise Ertrag berücksichtigen.
Kann ich zwei unterschiedlich lange Kampagnen vergleichen?
Ja. Absolute Kennzahlen sollten dann jedoch vorsichtig interpretiert werden. Deshalb kann zusätzlich die Laufzeit in Tagen angegeben werden. So lassen sich Veröffentlichungen und Medienäquivalenzwert auch auf einen Kampagnentag beziehen.
Methodischer Hintergrund zur PR-Erfolgsmessung
Moderne Kommunikationsmessung sollte quantitative und qualitative Daten berücksichtigen und nicht allein auf Anzeigenäquivalenzwerte gestützt werden. Für eine umfassende Erfolgsmessung sind neben Outputs auch Reaktionen, Outcomes und tatsächliche Wirkungen relevant.
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