7 Tipps fürs Praktikum im Journalismus

7 Tipps fürs Praktikum im Journalismus 

Es gibt keinen klassischen Weg, der auf jeden Fall zu einer erfolgreichen Tätigkeit im Journalismus führt. Eines haben aber fast alle Journalisten gemeinsam: Zu Beginn ihrer Karriere haben sie mindestens ein Praktikum absolviert. Ein Praktikum in einem Medienunternehmen eröffnet die Möglichkeit, in den Redaktionsalltag hineinzuschnuppern und erste Berufspraxis zu sammeln.

Allerdings bringt ein Praktikum letztlich nur dann etwas, wenn der Praktikant auch tatsächlich lernt und neues Wissen aus dem Praktikum mitnimmt. Zudem sollten die Praktika eine Station im Lebenslauf bleiben und nicht unendlich fortgesetzt werden. Schließlich soll aus dem Praktikanten ja irgendwann ein Journalist werden. Doch worauf gilt es zu achten? Wie sollte der Praktikant am besten vorgehen?

 

Hier sind sieben Tipps fürs Praktikum im Journalismus:

 

1. Tipp: Recherchen über das Medienunternehmen anstellen.

Die Suche nach einem Praktikumsplatz wird in aller Regel im Internet beginnen. Auf ihren Internetseiten schreiben die Medienunternehmen freie Praktikumsplätze aus und nennen die Ansprechpartner für Initiativbewerbungen. Daneben lohnt sich ein Blick in allgemeine Jobbörsen, denn auch hier werden Praktika oft veröffentlicht. Zudem gibt es im Internet spezielle Stellenmärkte und Plattformen rund um das Thema Journalismus.

Bevor der angehende Praktikant seine Bewerbungen schreibt und verschickt, sollte er sich aber über das jeweilige Medienunternehmen informieren. Aus den Erfahrungsberichten früherer Praktikanten kann der Praktikant herauslesen, wie sie die Zeit in der Redaktion bewerten, welche Aufgaben sie übernehmen durften und wie die Arbeitszeiten waren.

Zeigt sich die Tendenz, dass das Praktikum nicht allzu viel gebracht hat, sollte sich der angehende Praktikant überlegen, ob sich hier eine Bewerbung tatsächlich lohnt. 

 

2. Tipp: Sich bei kleineren Medienunternehmen bewerben.

Verständlicherweise möchten viele angehende Journalisten ihr Praktikum gerne bei einem der großen, namhaften Medienunternehmen absolvieren. Allerdings kann eine kleinere Redaktion oder ein lokales Medienunternehmen die bessere Adresse sein. Denn in einem kleineren Unternehmen wird der Praktikant eher die Chance haben, tatkräftig mitzuarbeiten und eigenverantwortlich Aufgaben zu übernehmen.

Was das Sammeln von praktischen Erfahrungen angeht, ist der Praktikant in einer kleinen Redaktion deshalb oft besser aufgehoben. Hinzu kommt, dass die Konkurrenz weitaus kleiner ist. Überhaupt einen Praktikumsplatz zu ergattern, ist bei einem kleinen Medienunternehmen folglich einfacher.

 

3. Tipp: Engagement zeigen.

Der Praktikant sollte nicht darauf warten, dass ihn jemand an die Hand nimmt und in den Redaktionsalltag integriert. In den Redaktionen herrscht oft Termindruck und viele Dinge wollen auf einmal erledigt werden. Für ein Unterhaltungsprogramm bleibt da wenig Zeit. Deshalb sollte der Praktikant von Anfang an Interesse zeigen und signalisieren, dass er etwas lernen möchte.

Er sollte von sich aus auf die Kollegen in der Redaktion zugehen und fragen, ob er ihnen Arbeit abnehmen kann. Hat er seine Aufgaben erledigt, sollte er Eigeninitiative zeigen und sich die nächste Aufgabe zuweisen lassen. In vielen Redaktionen gehört es zu den typischen Aufgaben eines Praktikanten, Kaffee zu kochen oder Botengänge zu erledigen.

Damit der Praktikant von seinem Praktikum profitiert, ist es dann umso wichtiger, dass er sich aktiv in den Redaktionsalltag einbringt und für weitere Aufgaben anbietet.

 

4. Tipp: Selbstbewusst sein.

Wird dem Praktikanten eine anspruchsvollere Aufgabe übertragen, sollte er sie auf jeden Fall annehmen. Selbst dann, wenn der Praktikant etwas Vergleichbares noch nie gemacht hat und unsicher ist, ob er die Aufgabe alleine bewältigen kann.

Der Verantwortliche weiß, dass der Praktikant ein Praktikant ist und wird ihm deshalb den Kopf nicht abreißen, wenn die Aufgabe nicht in Perfektion umgesetzt wird. Statt unsicher zurückzuzucken, sollte sich der Praktikant lieber darüber freuen, dass ihm die Redaktion offensichtlich etwas zutraut und ihm die Chance gibt, dazuzulernen.

Seine Zeit in der Redaktion sollte der Praktikant außerdem nutzen, um die Kollegen mit Fragen zu löchern. Wer weiß, ob er jemals wieder die Gelegenheit haben wird, so exklusiv an Informationen über die Arbeit als Journalist zu kommen. Natürlich braucht der Praktikant ein bisschen Fingerspitzengefühl. Kurz vor dem Abgabetermin beispielsweise sollte er die Kollegen nicht mit seinen Fragen behelligen. In einem ruhigen Moment oder während der Pause werden sie ihm aber sicher gerne Rede und Antwort stehen.

 

5. Tipp: Crossmedial denken.

Heutige Journalisten müssen mit verschiedenen Medien umgehen können. Es genügt nicht, wenn ein Journalist zwar gute Artikel für Printmedien schreiben kann, mit Beiträgen für Onlineausgaben oder den Rundfunk aber komplett überfordert ist. Der Praktikant sollte sich deshalb nicht auf eine bestimmte Richtung versteifen, sondern versuchen, während seines Praktikums möglichst viele Bereiche des Medienunternehmens kennenzulernen.

Je breiter er aufgestellt ist, desto besser stehen seine Chancen auf eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Natürlich kann er sich später, als gestandener Journalist, auf sein bevorzugtes Medium konzentrieren. Vor allem am Anfang des Berufswegs wird er es sich aber nicht leisten können, wählerisch zu sein.

 

6. Tipp: Um ein Praktikumszeugnis bitten.

Gegen Ende des Praktikums sollte der Praktikant unbedingt um ein Zeugnis bitten. Darin sollte stehen, welche Aufgaben der Praktikant übernommen hat und worin seine persönlichen Stärken liegen.

Dieses Praktikumszeugnis ist ein wichtiges Dokument in der Bewerbungsmappe, das dem Praktikanten auf seinem weiteren Berufsweg sehr zugutekommen kann. Um dem Verantwortlichen die Arbeit zu erleichtern, kann der Praktikant ein Musterzeugnis als Entwurf erstellen oder in einer Liste aufführen, welche Aspekte er in seinem Zeugnis gerne erwähnt hätte. 

 

7. Tipp: Nicht ewig Praktikant bleiben.

Praktika haben im Journalismus einen hohen Stellenwert und sind eine ideale Möglichkeit, um den Alltag in verschiedenen Medienbereichen kennenzulernen. Irgendwann ist es mit den Praktika aber auch genug. Zwei, drei Praktika sollten ausreichen, um ausgiebig in den Redaktionsalltag hineinzuschnuppern.

Danach sollte der Praktikant sein Praktikanten-Dasein beenden und sich um eine Stelle als Volontär oder um einen Ausbildungsplatz bemühen. Auch ein Nebenjob als Hilfskraft oder als freier Mitarbeiter kann eine gute Alternative sein. Solche Stellen machen sich nicht nur im Lebenslauf besser als unzählige Praktika, sondern bringen auch einen kleinen Verdienst ein.

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