Elektronische Lesegeräte – die wichtigsten Kaufkriterien

Elektronische Lesegeräte

- die wichtigsten Kaufkriterien

Die einen möchten keinesfalls auf das gute alte Buch verzichten, denn für sie kommt nur dann das echte Lesegefühl auf, wenn sie ein gedrucktes Exemplar in den Händen halten. Andere glauben, elektronische Lesegeräte sind teuer und kompliziert.

Wieder andere fürchten, dass die Auswahl an elektronischen Büchern eingeschränkt sein könnte, so dass sie ihre Lieblingstitel möglicherweise gar nicht alle in elektronischer Form bekommen würden. Außerdem gibt es da noch diejenigen, die es ohnehin mit großer Skepsis sehen, dass die Welt zunehmend digital und elektronisch wird. Dabei haben elektronische Lesegeräte durchaus einige Vorteile zu bieten.

Sie sind etwa so groß wie ein dünnes Taschenbuch und wiegen kaum mehr als zwei Tafeln Schokolade, haben in ihrem eingebauten Speicher aber Platz für mehrere Hundert E-Books. Somit steht immer genügend Lesestoff zur Verfügung und während die hauseigene Bibliothek problemlos in jeden Urlaubskoffer passt, gehört Platzmangel im heimischen Bücherregal der Vergangenheit an.

Zudem haben zwar auch elektronische Bücher eine feste Preisbindung, sind aber trotzdem im Schnitt ein Fünftel billiger als gedruckte Bücher.

Elektronische Lesegeräte spielen allerdings nicht mehr nur im Zusammenhang mit Büchern eine Rolle. Immer mehr Zeitungen und Zeitschriften erscheinen mittlerweile ebenfalls als elektronische Variante. Füllen sich zu den Stoßzeiten Busse und Bahnen mit Schülern, Berufspendlern und anderen Fahrgästen, ist das Lesen einer normalen Zeitung im klassischen Format oft kaum möglich.

Im Unterschied dazu lässt sich eine elektronische Zeitung auch auf engstem Raum lesen und viel mehr als eine Hand, um das Gerät zu halten, braucht es nicht. Nun ist die Auswahl an E-Book-Readern aber groß, so dass sich die Frage stellt, worin sich die Geräte eigentlich unterscheiden und worauf es bei der Auswahl zu achten gilt.

Elektronische Lesegeräte – die wichtigsten Kaufkriterien

E-Book-Reader werden von diversen Elektronikherstellern und Buchhändlern angeboten, die Preise bewegen sich zwischen gut 50 Euro und rund 200 Euro. Alle auf dem Markt erhältlichen Geräte, unabhängig vom Hersteller oder Händler, nennen sich E-Book-Reader.

Ein entscheidender Unterschied ist jedoch der Bildschirm. Kostengünstige Geräte sind häufig mit einem LCD-Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Elektronische Lesegeräte im höheren Preissegment verfügen im Unterschied dazu über Bildschirme, die mit der sogenannten Elektro-Tinte oder E-Ink arbeiten. Durch diese Technik ist die Anzeige optisch kaum von einer echten Buchseite zu unterscheiden und selbst Sonnenschein trübt die Lesefreude nicht.

Hinzu kommt, dass ein Bildschirm mit elektronischer Tinte nur beim Umblättern der Seite etwas Strom verbraucht. Der Akku hält dadurch mehrere Tausend Seiten lang durch. Im Unterschied dazu müssen Lesegeräte mit LCD-Display im Durchschnitt nach etwa acht Stunden aufgeladen werden.

Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist der Kopierschutzmechanismus, den das jeweilige Lesegerät verwendet. Der Kopierschutz soll verhindern, dass die elektronischen Medien unerlaubt weitergegeben werden. Allerdings hat dies auch zur Folge, dass sich nicht jedes E-Book auf jedem Lesegerät lesen lässt. Die meisten elektronischen Bücher werden hierzulande in dem offenen ePub-Format angeboten.

Auf Lesegeräten, die die elektronischen Medien in diesem Format anzeigen, können E-Books von verschiedenen Händlern und Bibliotheken gelesen und gespeichert werden. Andere Lesegeräte hingegen arbeiten mit dem hauseigenen Dateiformat des Herstellers, so dass die eigene Bibliothek entsprechend nur mit den Medien bestückt werden kann, die im Shop des Herstellers angeboten werden.

Elektronische Lesegeräte

- das Bestücken mit Medien

E-Book-Reader bauen üblicherweise per WLan oder UMTS eine Internetverbindung auf und steuern anschließend einen oder mehrere virtuelle Buchhandlungen an. Wie die Medien dann letztlich auf das Lesegerät kommen, hängt zum einen vom Gerät selbst und zum anderen vom Buchhändler ab.

So wird das E-Book entweder nach dem Kauf auf den Computer heruntergeladen und anschließend von dort aus per Kabel auf das Lesegerät übertragen oder es wird direkt auf dem Lesegerät gespeichert. Mittlerweile ist es außerdem möglich, sich elektronische Bücher bei einigen Buchhändlern und in öffentlichen Bibliotheken auszuleihen.

Auch in diesem Fall verbindet sich das Lesegerät mit dem Anbieter und nach dem Herunterladen kann das Buch gelesen werden. Zeitungen und Zeitschriften in elektronischer Form wiederum werden meist als Abo angeboten. Der Leser schließt also im Prinzip ein normales Abo ab und liest seine Zeitung künftig anstelle oder zusätzlich zur klassischen Variante auf dem elektronischen Lesegerät.

Elektronische Lesegeräte – die Nachteile

Der größte Nachteil ergibt sich sicherlich aus dem Kopierschutz. Selbst wenn das Lesegerät nicht an das Dateiformat des Herstellers gebunden ist, ist es kaum möglich, elektronische Bücher an Freude auszuleihen oder E-Books wieder zu verkaufen. Dies liegt daran, dass elektronische Bücher meist an Benutzerkonten gebunden sind.

Wer ein E-Book verleihen möchte, müsste deshalb entweder auch das Lesegerät mit ausleihen oder seine Zugangsdaten für das Benutzerkonto weitergeben. Ähnlich sieht es bei einem Verkauf aus, wobei die meisten Anbieter den Handel mit Benutzerkonten in ihren AGB ausschließen.

Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass heute niemand die weitere Entwicklung voraussagen kann. Die Technik entwickelt sich konstant weiter und so ist keineswegs ausgeschlossen, dass die derzeitigen Dateistandards in zehn Jahren bereits veraltet sind und nicht mehr gelten.

Beim klassischen Buch besteht dieses Risiko nicht, denn selbst Bücher, die über 100 Jahre alt sind, lassen sich heute noch problemlos in die Hand nehmen und lesen.

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